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Frankfurter machten sich am Sonntag mit dem Rad auf Grüngürteltour.

Radfahren

Auf zwei Reifen durch den Frankfurter Grüngürtel

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An 17 Stationen gibt es viel Interessantes für Radwanderer zu entdecken. Etwa das legendäre Grüngürteltier.

Nur kurz lässt die Frau ihr Fahrrad rollen und den Blick über das Angebot am Pavillon im Brentanopark schweifen. Dann tritt sie wieder in die Pedalen. An dieser einen von 17 Stationen, die am Sonntag beim „Fahr Rad im Grüngürtel“ aufgebaut wurden, ist für die Radlerin offenbar nichts Spannendes dabei.

Stehen geblieben sind dagegen Sabi Öhlschläger und ihr Partner Tim Rettig, die ihre Tour am Vormittag in Offenbach begonnen haben. Im Gegensatz zu mehreren angebotenen geführten Touren sind sie alleine los. Rettig lässt sich im Brentanopark zuerst einen Stempel in ein Sammelheft drücken. Wer mindestens drei davon hat, kann an einer Verlosung teilnehmen. Das Paar scheint aber eher die Sammelleidenschaft gepackt zu haben. „Neun haben wir, jetzt fehlen noch acht“, sagt Rettig. Aus einem der Vorjahre – der Verein Umweltlernen veranstaltet den Aktionstag in diesem Jahr zum 13. Mal – hat Rettig noch ein altes Stempelheft dabei. Da habe er den südlichen Teil des Grüngürtels abgestrampelt, berichtet der 31-Jährige, was auch an den Stempeln zu erkennen ist.

An diesem Tag sind Öhlschläger und Rettig durch das Enkheimer Ried, hoch nach Bergen, über den Lohrberg sowie Heiligenstock und dann an der Nidda entlang nach Rödelheim in den Brentanopark geradelt. Unterwegs haben sie zwei Freunde eingesammelt. „Im Grüngürtel fühle ich mich immer wie im Urlaub“, sagt Öhlschläger. Den Fechenheimer Mainbogen etwa hat die 30-jährige Bornheimerin heute erstmals entdeckt. Gefallen hat es ihr am Alten Flugplatz Bonames bisher am besten. Dort fanden die Radfahrer einen Flohmarkt vor. Das Angebot für Kinder des Mainäppelhaus auf dem Lohrberg hat ihr am meisten imponiert.

An die wird auch im Brentanopark gedacht. Als eine Familie aus Berkersheim ankommt, kümmern sich Vater und Sohn um die Codierung der Fahrräder durch die Polizei, die den Service im Rahmen des Aktionstags anbietet. Mutter und Tochter lassen sich von Nadia Killmann vom Stadtschulamt Filzstifte geben, mit denen sie Tassen bemalen können. Daneben werden Halsketten gebastelt.

Die Bastelpause solle dafür genutzt werden, Kinder und Eltern auf das Bildungsangebot im Grüngürtel aufmerksam zu machen, berichtet Nadia Killmann. So erklärt sie etwa, was hinter dem „Grüngürteltier“ als Maskottchen des Naherholungsgebiets stecke, das der Künstler Robert Gernhardt vor einem Vierteljahrhundert geschaffen hat. Eigentlich bestehe es aus drei Tieren, nämlich aus Wutz oder Wildschwein, Star und Molch. Die Arten symbolisierten den geschützten Raum, in dem Aue, Wald und Fluss vorkämen.

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