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Patricia Thébeault, Katrin Hage und Katrin Groth (v.l.) stehen in den Startlöchern.
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Patricia Thébeault, Katrin Hage und Katrin Groth (v.l.) stehen in den Startlöchern.

Fechenheim/Gutleut

Zwei hybride Wochenmärkte in Fechenheim und Gutleut

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Drei Frauen gehen mit einer Mischung aus Hofladen und Bauernmarkt an den Start. Mit dabei sind bisher 32 regionale Erzeuger und Erzeugerinnen.

Es sei „für uns alle ein Experiment“. Nimmt man aber die Leidenschaft, mit der Katrin Hage davon redet, als Grundlage, dann dürfte damit nichts schief gehen. Gemeint ist das Projekt, das sie zusammen mit Patricia Thébeault ins Leben gerufen hat. Die beiden Frauen werden Teil des „Marktschwärmer“-Netzwerks, wodurch Frankfurt zwei neue „hybride“ Wochenmärkte bekommt.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Über eine Plattform können regional erzeugte Lebensmittel direkt bei den Produzenten und Produzentinnen bestellt werden. Die Abholung erfolgt zu einem festen Termin in einem Pop-Up-Store. Während sich der eine, den Hage und Thébeault betreuen, im Fechenheimer Cassellapark bei „Mathilda Glaskuchen“ befindet, gibt es einen weiteren im Gutleut, in der Kaffeestube Gutleut. Ansprechpartnerin dort ist Katrin Groth.

An beiden Standorten seien die Ideen unabhängig voneinander entwickelt worden, so Katrin Hage. Über die Plattform, die in Berlin und Paris betrieben wird und bereits mehr als 120 000 Mitglieder, mehr als 1500 regionale Erzeuger:innen sowie rund 90 Gastgeber:innen hat, wurden die Frauen miteinander bekannt gemacht.

Marktzeiten

Die Bestellungen für den Markt in Fechenheim sind ab Mittwoch, 28. April, abends möglich, unter marktschwaermer.de.

Der erste Ausgabetag bei Mathilda Glaskuchen, Cassellastraße 30-34, ist für Mittwoch, 12. Mai, geplant, von 16 bis 17.30 Uhr.

In der Kaffeestube Gutleut, Gutleutstraße 131, soll es am Donnerstag, 20. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr losgehen. bö

Bei Hage und Thébeault war das nicht mehr nötig, sie kennen sich schon aus der gemeinsamen Schulzeit. Während letztere selbständig eine Designmanufaktur führt, arbeitet Hage im Messewesen. „Das boomt gerade nicht so“, sagt sie ironisch. Und so nahm sie die zwangsläufig mehr vorhandene Zeit während Corona zum Anlass, ihre schon vorher entstandene Idee zu konkretisieren.

Das Thema Ernährung beschäftigt die Mutter seit längerem, sie „hatte schon die wildesten Ideen“, hat etablierte Projekte wie Solawi oder Gemüsekisten ausprobiert. Aber dann wurde sie über einen Bekannten auf die „Marktschwärmer“ aufmerksam, die seit 2011 in Frankreich aktiv sind. Und sie ärgerte sich, „dass es das in Frankfurt nicht gab“. Also wurde sie selbst aktiv.

Die „Marktschwärmer“ sind eine Mischung aus Hofladen und Bauernmarkt. 32 regionale Erzeuger und Erzeugerinnen sind aktuell schon in Frankfurt dabei. Das Attribut „regional“ lässt sich durchaus mit Zahlen belegen, denn die durchschnittliche Entfernung von den Betrieben zum Ausgabeort in Fechenheim beträgt 21 Kilometer, die ins Gutleutviertel sogar nur 18. Die Palette der Lebensmittel reicht dabei von Obst und Gemüse über Backwaren, Käse und Eier bis zu Fleisch, Fisch und Feinkost.

Die Verteilung der Produkte läuft vermutlich – coronabedingt - am Anfang erst einmal über die drei Frauen selbst. Im Idealfall aber stehen später zumindest einige der Erzeuger:innen selbst mit im Laden. Dadurch soll, so Katrin Hages Wunsch, „eine persönliche Beziehung der Kunden und Kundinnen zu den Erzeugern und Erzeugerinnen entstehen“.

Dazu beitragen soll auch die Transparenz, die beispielsweise beim Thema Zahlen herrscht. 81,65 Prozent des Umsatzes landet bei den regionalen Produzenten und Produzentinnen. Zehn Prozent behält die Plattform, 8,35 Prozent gehen an die Gastgeberinnen. Und die können den Start ihres Experimentes am Mittwoch kaum noch abwarten.

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