+
Bonnie Tyler mit Reibeisenstimme: Aber auch junge Sängerinnen wie Sharon Kovacs sind dabei.

Women of the World

Zusätzlicher Auftrittsort beim W-Festival 

  • schließen

Das Women of the World-Festival gibt weitere Teilnehmerinnen bekannt: Auch Bonnie Tyler kommt nach Frankfurt.

Neues vom „Women of the World“(Frauen der Welt)-Festival, kurz W-Festival genannt: Die Veranstalter haben gegenüber dem bisher letzten Stand Künstlerinnen für drei weitere Shows verpflichtet und einen zusätzlichen Auftrittsort gebucht.

Eröffnen wird das seit 2012 ausgetragene Sängerinnen-Gipfeltreffen das israelische Duo Lola Marsh am 29. Mai im Ignatz-Bubis-Saal der Frankfurter Jüdischen Gemeinde. Yael Shoshana Cohen (Gesang) und Gil Landau (Gitarre, Keyboard) sind dem deutschen Publikum vertraut seit ihrem 2017er Hit „Wishing Girl“, der mit einer fröhlich gepfiffenen Melodie beginnt. Ein starker Kontrast zur Veranstaltung im Bubis-Saal beim W-Festival 2018, als Ute Lemper Lieder sang, die in Konzentrationslagern komponiert worden waren.

„Wir freuen uns auf die Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation, die 2018 mit Ute Lemper begonnen hat“, sagt Marc Grünbaum, Vorstandsmitglied und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt: „Lola Marsh stand schon eine Weile auf unserer Wunschliste und spricht vor allem ein jüngeres Publikum an, das wir gerne zu uns in die Jüdische Gemeinde Frankfurt einladen.“

Als „Neuzugang“ verbuchen die Festivalmacher zudem die Niederländerin Kovacs, auch wenn sie schon vor vier Jahren dabei war. Sharon Kovacs, wie sie mit ganzem Namen heißt, kam 2015 mit ihrem Debütalbum „Shades Of Black“ groß heraus. Schwer, sich ihrer besonderen Stimme zu entziehen, die ein wenig nach großen Retro-Stars wie Amy Winehouse und Buffy klingt, aber ihren ganz eigenen Klang hat.

Auftritte in Wiesbaden

Dritte im Bunde der jüngst ins Programm Gekommenen sind die Berliner Elektropunker Grossstadtgeflüster um Sängerin Jen Bender, die mit derben Texten auf sich aufmerksam machen – und den zusätzlichen Auftrittsort bespielen: den Schlachthof in Wiesbaden. Ihre klare Ansage: „Überlegt euch schon mal, was ihr anzieht, es sollte bequem und schnelltrocknend sein, sammelt eure Familie und Freunde ein und lasst gemeinsam mit den drei Tröten auf der Bühne die Hütte brennen. Denn eins ist sicher, da bleibt kein Tanzbein trocken!“

Hinzu kommt demnächst noch die Siegerin des Nachwuchswettbewerbs „Wellen schlagen“, für den Frau sich bis zum 20. Februar bewerben konnte. Mehr als 350 Kandidatinnen wollen wieder dabei sein.

Schirmherrin ist Ina Hartwig, Frankfurts Kulturdezernentin. „Dass Musik keine rein männliche Angelegenheit ist, wird heutzutage niemand mehr in Zweifel ziehen“, sagt sie. Doch was das positiv bedeute, zeige das W-Festival, indem es „eine beeindruckende Dichte genialer Musikerinnen an einem Ort“ versammle. „Ich bin sehr froh, dass es sich bei diesem Ort um Frankfurt handelt“, sagt Stadträtin Hartwig: „In seiner kulturellen und künstlerischen Vielfalt passt das Festival ideal zu unserer Stadt.“

Ticketsfür die einzelnen Auftritte gibt es bei den üblichen Vorverkaufsstellen, Informationen dazu unter www. w-festival.de. Ein spezielles Festivalticket berechtigt zum Besuch aller Clubshows und der Konzerte in der Alten Oper – erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Die Konzerttermine:

29. und 30. Mai: „Umsonst & Draußen“ mit Nachwuchskünstlerinnen, Frankfurt, Friedrich-Stoltze-Platz.

29. Mai, 20.30 Uhr: Lola Marsh, Frankfurt, Ignatz-Bubis-Gemeindesaal.

30. Mai, 18 Uhr: Suzi Quatro, Frankfurt, Alte Oper – Großer Saal; 20 Uhr: Kovacs, Frankfurt, Kulturkirche Sankt Peter; 20 Uhr: Grossstadtgeflüster, Schlachthof Wiesbaden.

31. Mai: 18.30 Uhr: Namika; 21.30 Uhr: Alice Merton (beide Alte Oper – Großer Saal); 20 Uhr: Younee, Bad Homburg, (Speicher).

1. Juni: 18.30 Uhr: Bonnie Tyler, Alte Oper – Großer Saal; 19 Uhr: Lotte; 21.30 Uhr: Elif (beide Sankt Peter). ill

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare