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Zukunftsideen für Frankfurt im Jahr 2030

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Von: Steven Micksch

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Die Ideen der jungen Menschen wurden vor dem Museum für Angewandte Kunst diskutiert.
Die Ideen der jungen Menschen wurden vor dem Museum für Angewandte Kunst diskutiert. © Monika Müller

Gut 200 junge Menschen entwickeln in Workshops zahlreiche Vorstellungen, wie ihre Heimatstadt Frankfurt lebenswerter werden kann. Fünf Projekte sollen nun umgesetzt werden.

Eine Seilbahn über der auffallend grünen Stadt, Partys auf den Häuserdächern und Malereien und Skulpturen in Schaukästen an der Straßen – das sind nur drei Beispiele der Zukunftsideen von 200 jungen Menschen aus Frankfurt, die sie im Zuge des Projekts „Ideen sind kleine Zukünfte“ in Workshops des gemeinnützigen Unternehmens Solon erarbeitet haben. Fünf Projekte sollen in die Umsetzung gehen.

Am Montag präsentierten einige der Kinder und Jugendlichen im Museum für Angewandte Kunst die Ergebnisse ihrer Überlegungen. Fokussiert wurde sich auf „Vielfalt und Zusammenleben“, „Mobilität und städtisches Leben“, „Umwelt, Natur, Lebensqualität – Freizeit, Sport, Kultur“, „Bildungs- und Berufsperspektiven“ und „Digitales Leben“.

Die Projekte

Human Library: Austausch mit Fachkräften vor der Berufswahl, Kosten bis zu 5000 Euro

Let’s go Digital: Infos über Stadtteil mittels QR-Codes im öffentlichen Raum vermitteln, 11 000 Euro

Kunst-Begegnungs-Bühne: unbekannten Künstler:innen eine Plattform bieten, 18 000 Euro

Nachbarschaftsgärten: Grünanlagen von Mehrfamilienhäusern zum Gärtnern nutzen, Kontakt mittels App, 4000 Euro

Begegnungszentren: Geflüchtete und Bürger zusammenführen, zunächst nur digital, 4000 Euro

Infos zu allen Projekten per E-Mail an info@solon-ggmbh.de oder per Tel. 0173/7650420. mic

Die Kinder aus vier Grundschulklassen der Bildungsregion (Frankfurt-)Ost entwarfen ein großes Banner mit Bildern für ihre Ideen. Sie wünschten sich besseren Tierschutz, das Säubern von Gewässern, mehr Spielplätze und Obdachlosen zu helfen.

Beim Aspekt Bildung sprachen sie sich für einen späteren Schulbeginn, Gaming- und Computerunterricht, Aufzüge in Schulen, mehr Lernen durch spielerische Methoden und bessere Ampeln auf dem Schulweg aus.

Darüber hinaus schlugen sie einen Saubermachtag bei dem alle mitmachen vor. Aber wünschten sich auch aufregendere Spielmöglichkeiten (Spraywände, Parcours, Bouldersteine) und mehr Parks und Gemeinschaftsgärten.

Die älteren Teilnehmenden trugen ihre Ideen als ein Zukunftsbild in Form einer Geschichte vor. Darin beschrieben sie einen Tag im Mai 2030 in Frankfurt. Vieles habe sich in den zurückliegenden acht Jahren geändert, hieß es. „Städte wie Frankfurt sind mittlerweile keine begrenzten Gebiete mehr, die von Natur umgeben sind. Städte gehören zur Natur.“ So gibt es in Frankfurt genauso viele Grün- wie Wohnflächen.

Apropos Wohnflächen. Diese mussten nicht übermäßig jenseits der Stadtgrenzen gesucht werden, sondern leerstehende (Büro-)Hochhäuser wurden zu Wohnungen. Denn Home-Office wurde immer attraktiver und statt in Büros arbeiten die Menschen 2030 von zu Hause oder in frei zugänglichen Working Spaces.

Das Projekt wurde unter anderem durch Mittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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