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Zoo-Pinguin Tweety geht’s wieder gut

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Von: Thomas Stillbauer

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Münze im Pinguinbauch auf dem Röntgenbild.
Münze im Pinguinbauch auf dem Röntgenbild. © Zoo Frankfurt

Der Pinguin hat die Not-Operation offenbar gut überstanden. Jemand hatte etwas ins Becken geworfen, was Tierfreunde erzürnt.

Happy End bei Pinguins: „Guess who’s back“ schrieb der Zoo am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite (engl. „Ratet mal, wer wieder zurück ist“), mit dem Foto eines fidelen Pinguins. Tweety ist zurück. Und er hat eine dramatische Zeit hinter sich.

Vorige Woche hatte der Humboldt-Pinguin eine Münze verschluckt, offenbar ein Cent-Stück, das ein Zoobesucher oder eine Zoobesucherin ins Pinguinbecken geworfen hatte. Die Münze war auf einer Röntgenaufnahme zu sehen. Da half nichts, Tweety brauchte sofort eine Notoperation. Die hat er soweit gut überstanden.

Mehr Glück als einst Maikel

„So viel Glück haben jedoch längst nicht alle Tiere, wenn sie Fremdkörper oder ungeeignete Nahrung verschlucken“, warnte der Zoo. Dazu hat er auch allen Grund. Freundinnen und Freunde des Frankfurter Tierparks erinnern sich an das Flusspferd Maikel, einen absoluten Publikumsliebling. 2014 hielt es jemand für eine gute Idee, ihm einen Tennisball ins offene Maul zu werfen. Maikel verendete elend an dem Darmverschluss, den der Fremdkörper verursachte.

Wut auf Werfer

„Wenn man dann aber feststellen muss, dass ein eigentlich kerngesundes Tier qualvoll sterben musste, weil ihm ein Zoobesucher einen Tennisball ins Maul geworfen hat, übersteigt die Wut auf diesen unbekannten Besucher die Trauer“, sagte seinerzeit der Zoodirektor Manfred Niekisch. Leider kämen in Zoos immer wieder Tiere zu Tode, weil Besucher:innen versehentlich oder sogar absichtlich Gegenstände ins Gehege oder sogar direkt ins Maul der Tiere werfen.

Beispiele gibt es viele; sie aufzuzählen ist keine gute Idee, will man keine Nachahmer:innen auf Ideen bringen. Tweety jedenfalls hat das Ganze wohl gut überstanden. „In Zukunft bleiben ihm und allen anderen bei uns lebenden Tieren solche Vorfälle hoffentlich erspart!“, hofft der Zoo. Und mit Kater Silvester wurde Tweety ja schon immer locker fertig.

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