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Zoo Frankfurt: Haste mal’n Euro?

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Von: Thomas Stillbauer

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„Haaaallooo! lasst uns Platz zum Leben übrig!“ Zoolöwe Kumar macht Stimmung für den Naturschutz-Euro.
„Haaaallooo! lasst uns Platz zum Leben übrig!“ Zoolöwe Kumar macht Stimmung für den Naturschutz-Euro. © Renate Hoyer

Ein Vortrag im Frankfurter Zoo klärt auf über den Naturschutz-Zuschlag und wie er hilft, weltweit Lebensräume für bedrohte Tierarten zu erhalten.

Seit einem Jahr bezahlen Zoobesucherinnen und -besucher, wenn sie nicht ausdrücklich widersprechen, einen zusätzlichen Euro beim Eintritt: den sogenannten Naturschutz-Euro. Über Sinn und Zweck und darüber, warum dieser Euro den Besuch aus Sicht des Zoos besonders wertvoll macht, hält Marco Dinter, Referent Naturschutz des Zoos, einen Vortrag am Dienstag, 5. April, ab 18 Uhr im großen Saal des Zoogesellschaftshauses.

Trotz niedrigerer Besuchszahlen wegen Corona kamen stolze 120 000 Euro im ersten Jahr zusammen, wie der Zoo unlängst bekanntgab. An die Zoologische Gesellschaft Frankfurt ging der Löwenanteil davon, gut 96 000 Euro, für ihre Arbeit in Peru, Tansania und auf Sumatra, aber auch im hessischen Wispertaunus. Die übrigen 24 000 Euro kommen dem Verein Sphenisco für die Rettung des Humboldt-Pinguins und der Bienenbotschaft zugute, die Wildbienen hilft.

Referent Dinter wird in seinem Vortrag darauf eingehen, wie sehr die Lebensräume auf der Welt schwinden, ob in den indonesischen Regenwäldern, in den weitläufigen Savannen der Serengeti oder direkt vor der Haustür.

Natur- und Artenschutzorganisationen seien weltweit dabei, den Artenschwund zu bremsen, indem sie unermüdlich Lebensräume sicherten, um die bedrohten Populationen zu stärken.

Zoos mit einer modernen Ausrichtung würden dabei „zu immer wichtigeren Partnern“, betont Dinter: „Sie bieten den Naturschutzorganisationen eine Plattform, generieren Geld und unterstützen mit Knowhow.“ Auch der Frankfurter Zoo arbeite eng mit Naturschutzprojekten zusammen. Er habe dabei einen wichtigen Verbündeten: das Zoopublikum, das den Naturschutz-Euro bezahle.

In welche Projekte das Geld genau fließt, was die Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahr durch ihre Spenden im Einzelnen bewirkt haben, berichtet Marco Dinter in seinem Vortrag. Der Eintritt ist frei. ill

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