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Beim Zirkus Krone kommen sich Tiere und Menschen nahe.

Zirkus Krone 

Kuscheln mit Großkatze

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Im neuen Programm des Zirkus Krone stehen Tiere im Mittelpunkt. 

Pferde, Lamas, Elefanten, Haie und Löwen – all diese Tiere sind Teil des neuen Programms des Zirkus Krone, das dieser am Donnerstagabend in der Premierenvorstellung in Frankfurt präsentierte. Nach 15 Jahren ist der Zirkus nun wieder in der Stadt zu Gast.

Wie im Programmheft angekündigt, verschwimmt bei den Programmpunkten die Grenze zwischen Mensch und Tier. Viele der Künstler sind als Tiere verkleidet oder arbeiten während ihres Auftritts mit Tierfiguren. So benutzt der Comedian Steve Eleky zur bildlichen Unterstützung seiner Begrüßung „Hey!“ einen Plastikhaifisch. Auch bei den Auftritten mit echten Tieren wird die Nähe zwischen Mensch und Tier durch Gesten wie Streicheln und Umarmen unterstrichen.

Der ganze Abend steht unter dem Motto „Mandana - Zirkuskunst neu geträumt“. Die Rahmenhandlung ist eine Liebesgeschichte zwischen einem als Löwe verkleideten Mann und einer als Pferd verkleideten Frau. Diese beiden Tierfiguren verkörpern die beiden Leiter des Zirkus Krone: Pferdetrainerin Jana Mandana Lacey und Ehemann Martin Lacey, der mit Wildtieren arbeitet. Gemeinsam mit einem als Elefant verkleideten Artisten tritt dieses Trio zwischen den einzelnen Zirkusnummern auf und überbrückt so die Zeit, die für den Umbau der Manege benötigt wird.

Wenn die echten Tiere die Manege betreten, besteht ihre Hauptaufgabe meist darin, im Kreis zu laufen. Vor den Augen des Publikums drehen Lamas, Zebras, Kamele und zahlreiche Pferde ihre Bahnen. Besonders viele Runden drehen die beiden schwarzen Pferde im Gleichschritt, während ein Artistenpaar auf ihrem Rücken Kunststücke vollführt.

Später treten 15 Pferde gemeinsam mit ihrer Dompteurin Jana Mandana Lacey auf. Auf ihren Befehl drehen sie sich um die eigene Achse, stellen sich auf ihre Hinterbeine oder bilden Reihen. Allerdings verhalten sich die Pferde dabei teils widerspenstig und schlagen aus, so dass immer wieder weitere Tierpfleger eingreifen müssen.

Einen Höhepunkt des Abends im wörtlichen Sinne bildet die Hochseilakrobatik der kolumbianischen Gruppe Los Robles. Auf einem Seil in zehn Meter Höhe springen die insgesamt sieben Artisten umher, fahren Fahrrad und bauen Pyramiden. Ebenfalls hoch hinauf bewegen sich die sechs Luftakrobaten der Gruppe Flash of Splash, die, nur von Seilen oder ihrem Kollegen gehalten, durch die Luft wirbeln.

Auf die Raubtiere müssen die Zuschauer bis ganz zum Schluss warten. Dann betreten Löwen und Tiger die Manege. Mit Hilfe von Peitsche, Fleischhappen und Kommandos bringt Tiertrainer Martin Lacey bis zu 13 Großkatzen dazu, sich in Reih und Glied aufzustellen, über Hindernisse zu springen und sich auf ihre Hinterfüße zu stellen.

Zwischendurch verteilt Lacey Küsschen an seine Tiere und umarmt sie. Zum Abschluss kommen die beiden Tiger und ein Löwe mit großer Mähne zu ihrem Auftritt, die die Tiernummer bislang von ihrem Platz auf dem Podest von oben aus betrachtet haben. Unter lautem Beifall des Publikums lässt sich der Löwe von seinem Dompteur Lacey auf dem Boden liegend kraulen.

Am Ende steht die Hochzeit von Löwe und Pferd an. Der Elefant bleibt allein zurück. Auch lebendige Elefanten treten an diesem Abend keine auf. Seine fünf Elefanten hat der Zirkus im März in ein Reservat in Spanien gegeben.

Einige Zuschauer haben die Vorstellung bereits nach dem letzten Auftritt gegen 23 Uhr verlassen, die restlichen beklatschen teilweise im Stehen die insgesamt etwa 30 Artisten.

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