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Mensch und Tier am Querbahnsteig der Gleise 9/10,

Umweltprojekte

Ziegen grasen im Auftrag der Bahn

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Eine Ausstellung im Hauptbahnhof zeigt Projekte zum Umweltschutz.

Was haben Bienen, Ziegen oder Wasserbüffel mit der Deutschen Bahn zu tun? Sie sind Teil der Umweltprojekte, an denen sich der Konzern beteiligt. Eine kleine Ausstellung dazu ist seit Montag auf dem Querbahnsteig des Frankfurter Hauptbahnhofs zu sehen. Sie bildet nur die Vorhut; am 2. Mai kommen weitere großformatige Fotos hinzu, die dann in der Haupthalle stehen werden.

„Das ist grün“ lautete der Slogan, mit dem der Konzern für sich als umweltfreundlicher Mobilitätsanbieter wirbt. Der ICE4 sei „Sinnbild“ für die selbstgesteckten Klimaziele, sagte am Montag Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Hessen. Seit Januar fahre der ICE4 komplett mit Ökostrom.

Umweltschutz sei für die Bahn ein „Alltagsthema“. Angefangen von fair gehandeltem Kaffee bis hin zu ökologisch betriebenen Waschanlagen. „Das ist ein ganz normales Geschäft.“ Doch welche Rolle spielen da die Ziegen, die auf einem der großflächigen Fotos vor Gleis 9 zu sehen sind? Sie beweiden im Auftrag der Bahn die steilen Hänge im Rheintal, deren Bewirtschaftung die Winzer aufgegeben haben. „Wir haben viele Verträge mit Ziegen- und Schafhirten“, sagt Jens Langer, Leiter der Abteilung Umweltgrundsätze. Auch die Wasserbüffel auf dem früheren Militärgelände in Büdingen oder die Przewalski-Pferde in Hanau gehören zu den Projekten auf Ausgleichsflächen des Schienenunternehmens.

Jetzt auch Imker

Realisiert werden sie jeweils mit Partnern. Relativ neu ist die Zusammenarbeit mit Imkern. Die Bahn bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Bienenstöcke auf 120 Flächen in Hessen aufzustellen. Das Interesse sei riesig, weitere Anfragen könnten nicht mehr entgegengenommen werden. „Das hat uns sehr überrascht“, sagt Langer.

Frankfurt ist die fünfte Station der Wanderausstellung, die schon in Köln und München zu sehen war. Mehr zu den Projekten ist auf der Homepage zu finden.

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