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Hier hätten viele Menschen leben können.

Kommentar

Zentrale Frage bleibt offen

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Das Aus des neuen Frankfurter Stadtteils ist beschlossen. Eine Frage bleibt jedoch offen: Wo sollen die Menschen leben? Der Kommentar.

Knapp zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit die Stadt Frankfurt das Projekt eines neuen großen Siedlungsgebiets präsentierte. Dieser Stadtteil für bis zu 30 000 Menschen beidseits der Autobahn 5 sah sich von Anfang an mit großem Widerstand konfrontiert. Mit der Einigung von CDU, SPD und Grünen in der Regionalversammlung über die Zukunft des Rhein-Main-Gebiets ist dieses Milliardenvorhaben gescheitert.

Dieses Scheitern hat am Ende viele Ursachen. Die Politiker von Kernstadt und Region waren nicht in der Lage sich zu verständigen. Die Hindernisse für den Stadtteil erwiesen sich im Kern als zu groß. Insbesondere auf die ökologischen Probleme, die für die Menschen heute mehr Gewicht haben als 2017, gab es keine befriedigenden Antworten.

Frankfurt wird jetzt lediglich seine bestehenden Stadtteile östlich der Autobahn arrondieren können. Die zentrale Frage der Region bleibt offen: Wo sollen all die Menschen leben, die alljährlich neu hier ankommen?

Sie wird nur beantwortet werden können, wenn Kernstadt und Region zusammenarbeiten. Das ist die größte Herausforderung.

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