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Die Linedancer aus Sindlingen haben ihren Teil zu einem gelungenen Fest beigetragen.

Zeilsheim

Aktiv und kreativ beim Froschbrunnenfest

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Zum 1225-jährigen Bestehen des Stadtteils wird rund um die Welschgrabenstraße gefeiert. Anwohner öffnen dabei auch ihre Höfe.

Auf der Welschgrabenstraße sind am Samstagnachmittag Kinder und Jugendliche in der Überzahl. Eltern schauen zu, wie ihre Kinder herum springen. Zur 1225-Jahr-Feier des Stadtteils bietet das „Froschbrunnenfest“ besonders jungen Besuchern zahlreiche Möglichkeiten.

Eine Rollenrutsche und Hüpfkissen vom Abenteuerspielplatz Riederwald zählen zu den beliebtesten Spielgeräten. Mädchen und Jungen fahren mit kleinen Gefährten zwischen den Besuchern hindurch. Daneben stellen sich Vereine an Ständen vor, wo der Nachwuchs aktiv und kreativ werden kann. Zwei Jungen sitzen mit Heißklebe-Pistolen unter einem Pavillon und basteln aus Dosen, Korken und Plastikdeckeln Töpfe für Kräuter. An anderer Stelle biegt ein Clown lange Luftballons.

Die beiden Freundinnen Asli und Ramanpreet haben sich als erstes Boxhandschuhe übergestreift und schlagen auf Boxpuppen. „Da kann man seine Wut rauslassen“, sagt die zierliche, zehnjährige Asli und grinst. „Sehr cool“ findet ihre ein Jahr jüngere Freundin das Fest. Nebenan gibt es Torwandschießen. „Mit der Spielmeile für junge Eltern wollen wir Nachwuchs für Zeilsheimer Vereine gewinnen“, sagt Claus Thrun, der Vorsitzende des Vereinsrings, der das Fest organisiert hat. Viele der rund 45 Vereine im Quartier seien überaltert, so Thrun. Knapp die Hälfte davon beteiligt sich an dem Fest.

Gegessen und getrunken wird in der Klosterhofstraße, wo auf einer Bühne das Jubiläum musikalisch begangen wird und unter anderem eine Sindlinger Linedance-Gruppe ihr Können zeigt. Auch dort organisieren die Vereine ihre Stände. Der Karnevalsverein versorgt die Besucher mit Waffeln und Würstchen. Schon am Nachmittag geht Grillgut trotz heißer Temperaturen reißend weg. An Bierbänken können die Speisen auf der gesperrten Gasse sofort verzehrt werden. Schattenplätze sind bei den heißen Temperaturen beliebt, aber rar. Dazwischen haben einige Anwohner ihre Höfe geöffnet und Flohmarktstände aufgebaut.

Aus dem Spritzenhaus der Feuerwehr wird, wie an zahlreichen weiteren Ständen, Kaffee und Kuchen verkauft. Dort liegt übrigens der Ursprung des Froschbrunnenfestes. „Auf dem Gelände der Feuerwehr war früher ein Wasserloch, wo die Frösche gequakt haben“, berichtet Vereinsringvorsitzender Thrun. Deshalb steht gegenüber ein Frosch aus Stein, der Wasser spuckt. Kinder springen an diesem Tag auf das Denkmal und nutzen ihn als Wasserfontäne. Das Grünflächenamt habe den Frosch für das Jubiläumsfest geputzt und von Gestrüpp befreit, sagt der 73-Jährige. Jetzt sind nur noch die rot blühenden Geranien im Beet daneben zu sehen.

Darum gebeten habe der Vereinsring, sagt Thrun. Dies sei nur eine Maßnahme bei der Vorbereitung zur Jubiläumsfeier gewesen, die am Vorabend in der Stadthalle mit 500 Gästen begonnen hatte und am Sonntag mit einer Führung durch die Märchensiedlung endet,.

Es sei ein „immenser Aufwand“ gewesen, das Fest in eineinhalb Jahren vorzubereiten. Zwar kein Vergleich mit der 1200-Jahr-Feier – doch die Organisatoren hätten dieses Jubiläum auch „nicht abkupfern“ wollen. „Durch die hohen Auflagen heute ist das in dem Stil wie damals gar nicht mehr möglich“, sagt Thrun.

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