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Zeigen, wo der Roller rumliegt

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Von: George Grodensky

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Hier dürfen sie stehen.
Hier dürfen sie stehen. © Monika Müller

Amt für Straßenbau und Erschließung führt dem Verkehrsausschuss Kontroll- Software vor

Die Stadt versucht weiter, den E-Scootern Herr zu werden. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) hat gestern im Ausschuss für Mobilität und Smart City das weitere Vorgehen vorgestellt. Große Erleichterung soll eine neue Software bringen, um die Überwachung der Roller zu gewährleisten. Die Stadt testet das Programm bereits. Eine Ausschreibung ist in Vorbereitung, etwa 40 000 Euro im Jahr könnte die Anwendung kosten.

Zentrales Element, die oft kreuz und quer liegenden Gefährte aufzuräumen ist es ja zunächst, Verbotszonen auszuweisen, in Parks oder Fußgängerzonen. Weiteres Mittel der Stadt ist es, offizielle Flächen auszuweisen, in denen die Roller stehen dürfen.

Das ist in einer ersten Stufe rund um die Zeil geschehen, etwa an der Berliner Straße oder an der Schäfergasse. Große Eschenheimer und Stiftstraße sind beauftragt. An der Großen Friedberger, Töngesgasse, Hasengasse, Kleinmarkthalle und Stadionbad sind weitere Zonen geplant. In einer zweiten Stufe soll das in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel geschehen, die Ausschreibung läuft. Bis März 2023 könnten die Pläne vorliegen, die Umsetzung erfolge nach und nach, sagt der Dezernent.

In Stufe drei komme die übrige Stadt an die Reihe. Allerdings nicht flächendeckend. Das sei nur dort sinnvoll, wo viele Menschen zu Fuße unterwegs sind, findet Majer. Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq soll Mobilitätsstationen entwickeln für die Knotenpunkte.

Doch alle diese Mittel greifen nicht ohne Kontrollen. Derzeit seien 18 000 genehmigte Roller in der Stadt unterwegs. Die neue Software zeigt, wo sie falsch stehen. Verena Theil vom Amt für Straßenbau und Erschließung vergrößert die Karte, die sie mit Beamer an die Leinwand geworfen hat. Die zeige, dass die bereits geschaffenen Sammelstellen gut genutzt würden. Sie zeige aber auch, dass viele noch falsch parken. 101 in diesem Moment. Die könnte die Stadt dann einfach an die Anbieter übermitteln und auffordern, die Gefährte wegzuräumen. Das würde auch spätere Verhandlungen mit Anbietern erleichtern, weil so deutlich werde, mit wem Kooperationen möglich sind.

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