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„Zeig, was du kannst!“

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Ein multimediales Pilotprojekt an der Frankfurter Brüder-Grimm-Schule unterstützt bei der Studien- und Berufsorientierung. Nach einem halben Jahr wird nun die erste Bilanz gezogen. Von Kim Bruckmann.

In Zeiten von Distanz- und Wechselunterricht sowie ausfallenden Betriebspraktika stellt sich die Frage, wie sich Schüler:innen mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen sollen. Als Antwort darauf haben Lehrkräfte der Brüder-Grimm-Realschule, Mitarbeitende des Staatlichen Schulamtes, des Lions Club Museumsufer und des Medienzentrums Frankfurt ein Pilotprojekt ins Leben gerufen: Unter dem Titel „Zeig, was du kannst!“ gestalten Neuntklässler:innen der Realschule seit Schuljahresbeginn multimediale Beiträge zur Berufs- und Studienorientierung. „In Kursen im Wahlpflichtunterricht setzen sie sich mit ihren Stärken, Neigungen und Berufswünschen auseinander“, erklärte Schulleiterin Birgit Harms. Dabei entstehen kreative Plakate, Präsentationen, Podcasts und Videobeiträge mit Hilfe der vom Medienzentrum bereitgestellten iPads. Zusätzlich wurden drei weitere Klassen-iPads vom Lions Club gespendet und an diesem Montag übergeben.

„ Dieses Projekt ist ein ganz spezielles Projekt für die Berufsorientierung, aber auch für die mediale Weiterentwicklung“, erklärte Rainer Kilian vom Lions Club. Gleiches betonte auch Esther Heine vom Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) des Staatlichen Schulamtes: „Dieses digitale Projekt soll die Schüler fit machen, gerade für ihre Zukunft. Einige von ihnen haben zu Hause nicht viele Möglichkeiten diesbezüglich. Doch es ist wichtig, dass es ihnen in der Schule ermöglicht wird.“

D ie Idee für das Projekt war bereits im Sommer 2020 entstanden. Es verfolgt drei Ziele: die Bildung von Medienkompetenzen, von personalen und sozialen Kompetenzen sowie das Angebot einer Berufs- und Studienorientierung. „ Zuerst geht es darum, wo die Interessen der Schülerinnen und Schüler liegen – darauf baut alles weitere Stück für Stück auf“, erläuterte Lehrer Felix Schneider das Vorgehen.

I m Januar 2022 ist nun Halbzeit bei dem Projekt, weshalb eine erste Bilanz gezogen werden kann. Trotz wechselnder Pandemiebeschränkungen konnten die Schüler:innen Kurzvideos umsetzen, in denen sie beispielsweise Gespräche mit einer Pfarrerin im Ostend oder einer Ausbilderin der Polizei Hessen führten. I m zweiten Schulhalbjahr sollen diese Themen nun vertieft werden, aber es stehen auch weitere Expertengespräche an, etwa mit Fachleuten aus Handwerksberufen.

Einen Abschluss soll das Projekt am 11. Juli mit Präsentationen im Frankfurter Museum für Kommunikation finden. „Das wird noch einmal eine besondere Wertschätzung der Schülerinnen und Schüler“, kündigte Rainer Kilian vom Lions Club an. Damit solle das Angebot jedoch nicht enden, ergänzte er. Denn neben der Brüder-Grimm-Schule hätten bereits vier weitere Schulen Interesse am Projekt angemeldet.

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