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Künftig soll die Auslauffläche mit einem Zaun abgegrenzt werden.

Tiere

Ein Zaun für Hunde in Frankfurt- Nordend

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Der Ortsbeirat will die Wiese am Günthersburgpark als Hunde-Freilaufgebiet abgrenzen.

Hunde in der Stadt erregen die Gemüter, so auch in der Sitzung des Ortsbeirat 3 am Donnerstag. Ohne zu wissen, dass die SPD einen Antrag dazu gestellt hat, ist Hundebesitzerin Melanie Matarese in die Sitzung des Gremiums gekommen, um dafür zu appellieren, dass die Hundewiese oberhalb des Günthersburgparks eingezäunt wird. Denn dort, wo der Kleingartenweg beginnt, käme es öfter zu Konflikten mit Fahrradfahrern oder Joggern. Generell hätten es Hundebesitzer im Nordend schwer, so Matarese, denn es gebe nur sehr wenige Flächen, wo Hunde frei laufen könnten. In den Günthersburgpark etwa dürfen die Hunde gar nicht hinein.

Das sei ein schwieriges Thema sagt Thomas Fruhwirth (FDP). Seine Partei habe schon einen Antrag gestellt, doch der sei vom „hundeunfreundlichen“ Ortsbeirat abgelehnt worden. Nun unterstütze er das Papier der SPD. Er schlägt erneut den Mittelstreifen auf der Nibelungenallee gegenüber des Bürgerhospitals als Auslauffläche vor. Das sei sonst eher ein unbeliebter Bereich. Den könnte man auch für Hunde einzäunen.

„Das Problem im Stadtteil ist, dass es kaum noch Platz gibt“, sagt Hans-Joachim Habermann (Linke). Darum müsse man Prioritäten setzen. Vor den Tieren sollte man sich um die Menschen kümmern. Wichtiger sei etwa, Spielplätze für Kinder einzurichten, von denen gebe es zu wenig im Stadtteil. Er sei kein Hundehasser, aber das Viertel kämpfe um jeden Quadratmeter.

Manfred Zieran (Ökolinx) ist ähnlicher Meinung. „Der Raum ist beengt, wir haben schon Probleme, die Verkehrssituation unter Kontrolle zu bekommen.“ Dass ein Radfahrer einen Hund auf der Auslauffläche angefahren hat, habe er noch nie gesehen. Aber es sei auch eine Durchgangsstrecke für Spaziergänger. Er spricht sich gegen eine Einzäunung aus. Für viele, gerade ältere Menschen, sei der Hund sehr wichtig, gibt Elke Windemuth von den Linken zu bedenken.

Trotz der langen Diskussion wird der SPD-Antrag mehrheitlich angenommen. Das Gremium fordert den Magistrat auf, die Nordseite der Hundewiese am Günthersburgpark durch einen durchgehenden Zaun mit einer selbstschließenden Tür zu sichern. Die Ostseite ist schon jetzt durch den Zaun zum Betriebshof abgesichert, heißt es in der Vorlage. Die Westseite der Wiese zur Wetteraustraße hin soll durch einen optisch unauffälligen Zaun unter dem Gebüsch und den Bäumen abgegrenzt werden. Die Südseite könne, bis auf eine kleine Ecke, frei von einer Einzäunung bleiben. Der Rasen der Hundewiese soll gelegentlich frisch gesät und gegebenenfalls eine weitere Bank aufgestellt werden.

Melanie Matarese freut sich über die Entscheidung des Ortsbeirats. Sie hat noch einen Vorschlag für eine weitere Auslauf-Fläche: Ein Teil der Grünfläche in der Mitte der oberen Martin-Luther-Straße könnte gut eingezäunt werden.

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