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Direktorin Katja Heubach steht hinter einigen der bis zu 30.000 Orchideenarten, die im Palmengarten zu sehen sind.

Ausstellung

Zauberhafte Orchideen im Frankfurter Palmengarten

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Der Palmengarten lockt mit einer großen Auswahl der edlen Gewächse.

Nicht jeder Mensch, der auf einem Schild „Stardust Firebird“ liest, denkt an einen Vogel, der links einen roten und rechts einen blauen Flügel hat, acht Beine und einen Schnabel, der Feuer speien kann. Zu Recht. „Stardust Firebird“ ist ja auch kein Vogel, sondern – eine Orchidee. Kann aber ebenfalls kein Feuer speien.

Wer es genau wissen will, geht am besten in den nächsten Tagen in den Palmengarten und erfährt alles über die edlen Blumen. Bis zum 17. März zeigen Mitglieder des Verbands Deutscher Orchideenbetriebe dort die tollsten der bis zu 30 000 Orchideenarten, die die Natur uns anbot und aus denen wir Menschen dann Millionen und Abermillionen Sorten zusammenkreuzten.

Es ist ein Jubiläum, denn im Jahr 1969 machte der Palmengarten den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Orchideenschauen, die alsbald das Land bunt färbten. Das hat Direktorin Katja Heubach in den Archiven ausgegraben.

Eine „Jahrhundertschau“ sei das damals gewesen, hielten die Kenner fest. „Und seither ist wahnsinnig viel passiert“, sagt Heubach den Eröffnungsgästen, Sie meint das nicht nur ästhetisch; Orchideen hätten sich auch botanisch enorm entwickelt und neue Lebensräume erschlossen. Ihr Rätsel – eine Pflanze wird gesucht – lösen die schlauen Gäste schon nach dem zweiten von angekündigten fünf Hinweisen: Die Vanille ist’s. Wer hätte das gedacht, dass sie zu den Orchideen gehört? Na, die schlauen Palmengartenbesucher eben.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig gesteht ihnen, dass sie selbst kein glückliches Händchen mit Orchideen hat. „Entweder ich liebe sie nicht genug oder zu sehr“, sinniert sie. „Ich habe gehört, sie mögen es, wenn man sie gar nicht beachtet.“ Da kichern „Vanda – der Zauber Südasiens“, der „Dschungel im Glas“, die getigerte „Nicole“ und „Pinocchio“, der angeblich „mit einer Blüte nach der anderen“ blüht. Wer’s glaubt, bei dem Namen.

Bei der Orchideenschausind fast alle Pflanzen zu kaufen, bis 17. März täglich von 9 bis 18 Uhr. Und vom 15. bis zum 17. März veranstaltet „BioFrankfurt“ zudem die „Grüne Börse“unter dem Motto: „Natürlich Frankfurt! Lebensräume entdecken – Vielfalt schützen“. Da gibt es viel über Natur- und Klimaschutz zu lernen, ein Quiz und Mitmachaktionen.

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