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Luftballons in den Farben der Transgender-Community vor dem Goethe-Denkmal.
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Luftballons in den Farben der Transgender-Community vor dem Goethe-Denkmal.

Kundgebung

Wut und Trauer

  • Stefan Behr
    VonStefan Behr
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Am Frankfurter Goethe-Denkmal gedenken Menschen der Opfer transfeindlicher Gewalt. Der Tag geht auf den Mord an der afroamerikanischen Transfrau Rita Hester zurück, die im November 1998 in Massachusetts erstochen worden war.

Mit überschaubarem Publikumsinteresse ist am Samstag auch in Frankfurt der „Transgender Day of Remembrance“ begangen worden. Der 20. November als Gedenktag für die Opfer transfeindlicher Gewalt geht zurück auf den Mord an der afroamerikanischen Transfrau Rita Hester, die im November 1998 erstochen in ihrer Wohnung in Massachusetts aufgefunden worden war – der Fall ist bis heute unaufgeklärt.

Am Samstag versammelte sich einige Menschen um 14 Uhr am Goethe-Denkmal, sie schmückten es mit blauen, rosa und weißen Luftballons – den Farben der Transgender-Community. Dann wurden Namen der Opfer verlesen.

„Unsere Wut und Trauer ist groß. Die Liste von transfeindlicher Gewalt betroffener Menschen ist lang. Weltweit wurden zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. September 2021 laut Statistik 375 Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität ermordet, auch in Europa sind die Zahlen gestiegen.

Ungezählte weitere sind durch Suizid aus dem Leben geschieden, weil sie durch fehlende Akzeptanz und erhebliche Mängel im Gesundheitssystem keinen anderen Ausweg gesehen haben. Die jüngste ermordete Transperson war 13 Jahre alt“, sagt Petra Weitzel, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität. „Mit unserer Kundgebung wollen wir Sichtbarkeit schaffen, auf die weltweite Lage aufmerksam machen und Menschen zeigen, wie sie selbst aktiv Transmenschen unterstützen können“, sagt Sue Ehmisch, Vorstandsmitglied des Fördervereins Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt.

„Verbündete Menschen, die sich selbst als cis definieren, unterstützen die Aktion im Hintergrund“, hatten die Organisatoren im Vorfeld bereits verraten. Was auch die Wahl des Goethe-Denkmals erklärt. Als Menschen, die sich selbst als cis definieren, gelten solche, die mit ihrem biologischen Geschlecht zufrieden sind. Und wenn der alte Goethe mit irgendwas d’accord ging, dann mit seinem Geschlecht.

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