Studieren in Frankfurt

Wolff beklagt Zweitwohnungssteuer

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Uni-Präsidentin Birgitta Wollff befürchtet, dass die Einführung der Zweitwohnungssteuer viele Studierende vor Probleme stellt. Sie rät, eher auf Anreize zur Ummeldung zu setzen.

Die Präsidentin der Frankfurter Goethe-Universität, Birgitta Wolff, befürchtet, dass die zum Jahreswechsel eingeführte Zweitwohnungssteuer das Leben vieler Studierenden in Frankfurt noch teurer macht. Die Stadt schreibt derzeit genau 35 612 Menschen an, die einen Zweitwohnsitz in Frankfurt haben und weist auf die neue Abgabe hin. Nach dieser müssen jeweils zehn Prozent der Nettokaltmiete seiner Wohnung oder – falls ihm die Wohnung gehört – zehn Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete an die Stadt gezahlt werden.

Wolff geht davon aus, dass von der neuen Abgabe auch Studierende betroffen sind, die in Frankfurter Wohnheimen leben. Wenn diese nun die Zweitwohnungssteuer zahlen müssten, könne das dazu führen, „dass in Frankfurt mit seinen ohnehin schon sehr hohen Mietern und Lebenshaltungskosten ein einigermaßen campusnahes Wohnen für Studierende noch unerschwinglicher wird“. Die Folge werde sein, dass noch mehr Studierende aus dem Umland einpendelten oder sich gleich andere Studienorte suchten.

Für Anreiz statt Strafe

Wolff äußert Verständnis für das Interesse der Stadt an einer steigenden Zahl von Menschen, die mit erstem Wohnsitz statt zweitem Wohnsitz in Frankfurt gemeldet sind. Geschickter, als Studierende per „Strafzahlung“ zum Ummelden zu bewegen, wäre es nach ihrer Ansicht aber, diesen Anreize für eine freiwillige Erstwohnsitzmeldung zu bieten. Andere Städte hätten beispielsweise mit Meldeprämien für Studierende gute Erfahrungen gemacht, sagt die Uni-Präsidentin.

Frankfurt hatte zum 1. Januar als letzte der großen deutschen Städte eine Zweitwohnsitzsteuer eingeführt. Sie hofft, dass sich die hier wohnenden Menschen mit Hauptwohnsitz in Frankfurt anmelden. Denn dann erhält die Stadt höhere Zuweisungen. 

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