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Der mutmaßliche Wolf an der Babenhäuser Landstraße in Frankfurt. Er wurde bei einem Unfall getötet.

Frankfurt

Wolf in Frankfurt-Sachsenhausen überfahren

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Ergebnis des Gentests steht aber noch aus.

Eine Autofahrerin hat am Dienstag in Sachsenhausen vermutlich einen Wolf überfahren. Die 47-Jährige war kurz vor 9 Uhr von Heusenstamm kommend auf der Babenhäuser Landstraße unterwegs, als ihr das Tier vors Auto lief. Trotz einer Vollbremsung habe sie den Zusammenstoß nicht verhindern können, das Tier verstarb. Die Frau war zunächst davon ausgegangen, dass es sich bei dem Opfer um einen Hund handelt. Die alarmierte Polizeibeamten äußerten aber bereits den Verdacht, dass es sich um einen Wolf handeln könnte. Ein Jagdpächter bestätigte den Verdacht.

Das Senckenberg-Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen soll nun in einer genetischen Analyse zweifelsfrei klären, ob es sich bei dem toten Tier um einen Wolf handelt. Zuletzt war im April 2014 auf der Autobahn 661 bei Eckenheim ein Wolf in Frankfurt überfahren worden. Der junge Rüde war aus einem Rudel im östlichen Niedersachsen ins Rhein-Main-Gebiet gelangt. Franziska Vogt, Sprecherin des Hessischen Landesamts für Naturschutz wies darauf hin, dass erst vor einigen Wochen in Mainz-Finthen ein Wolf überfahren wurde. Das Tier stammte aus der Alpenpopulation.

Woher das am Dienstag überfahrene Tier stammt, ist noch unklar. Ein Wolf in Frankfurt ist Vogt zufolge „keine Sensation, aber auch nichts gewöhnliches.“ Im Vogelsberg war im vergangenen Herbst häufiger ein Wolf gesehen worden. Zuletzt hatte ihn eine Wildkamera am 3. Januar abgelichtet. Der Kadaver des Sachsenhäuser Wolfs soll nach Berlin überführt werden. Das dortige Leibniz-Institut untersucht die Todesfälle von Wölfen.

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