Die Bankentürme der Innenstadt ragen kurz nach Einbruch der Dunkelheit über den Wohnhäusern des Stadtteils Sachsenhausen in die Höhe.
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In Frankfurt steigen die Immobilienpreise weiter und weiter und es ist kein Ende in Sicht.

Immobilien

Trotz Corona-Krise: Wohnungspreise steigen in Frankfurt ungebremst

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt sind trotz Corona auf ein neues Rekordniveau gestiegen. In zwei Frankfurter Stadtvierteln ist es besonders teuer.

  • Wie Experten prognostizierten, steigen die Immobilienpreise in Frankfurt trotz Corona-Krise weiter an.
  • Verschiedene Faktoren beeinflussen die steigenden Preise für Wohnungen in Frankfurt.
  • Besonders verteuert haben sich unter anderem Neubauwohnungen in zwei Stadtvierteln.

Frankfurt - Eigentumswohnungen sind in Frankfurt im ersten Halbjahr nach Zahlen des Gutachterausschusses für Immobilienwerte im Durchschnitt für 5690 Euro pro Quadratmeter verkauft worden. Trotz der Corona-Krise sind die Immobilienpreise also weiter kräftig gestiegen. Im vergangenen Jahr waren Eigentumswohnungen nach Angaben des Gutachterausschusses, der alle Kaufverträge auswertet, im Schnitt noch für 5300 Euro pro Quadratmeter veräußert worden.

Immobilenpreise in Frankfurt: Gutachter suchen Erklärung für Hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien

Dass die Preise für Wohnimmobilien in Frankfurt weiter gestiegen sind, erklärt der Gutachterausschuss mit dem weiter zu geringen Angebot für die hohe Nachfrage, aber auch mit Zukunftsängsten von Käufern. Viele Kleinanleger fragten sich derzeit, wie sie ihr Kapital trotz der zu erwartenden Wirtschaftskrise sicher anlegen könnten – und sähen die einzig sichere Anlage im Wohnungsbau, heißt es. Der Gutachterausschuss beobachtet aber auch gegenläufige Tendenzen. Einige Interessenten träten von ihrer Kaufabsicht zurück, da sie in Branchen tätig sind, die von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Erneut kräftig verteuert haben sich Neubauwohnungen. Im Schnitt werden diese inzwischen für 7380 Euro pro Quadratmeter verkauft. Im Bereich Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel und im Europaviertel, wo seit Jahren in großem Stil teure Hochhauswohnungen entstehen, zahlten Käufer im Schnitt sogar jeweils deutlich mehr als 12 000 Euro pro Quadratmeter. Noch am günstigsten waren neue Wohnungen ganz im Norden der Stadt zu haben.

Frankfurt: In einem Wohnsegment sind die Immobilienpreise gesunken

Die Preise für Altbauwohnungen der Baujahres bis 1950 sind nach Zahlen des Gutachterausschusses im Schnitt um fast zwölf Prozent gesunken. In diesem Segment seien deutlich weniger Immobilien in sehr guten Lagen als im Vorjahreshalbjahr veräußert worden, erklärt der Ausschuss. Die mittleren Kaufpreise für Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1977 und der Baujahre ab 1991 ohne Neubauten sind nach dessen Zahlen dagegen im Schnitt in nur einem Jahr um 20 Prozent gestiegen.

Auch die Maklerhäuser sehen trotz der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen keine echten Anzeichen für stagnierende oder sinkende Preise und Mieten in Frankfurt. Nach Zahlen von JLL wurden Eigentumswohnungen in Frankfurt schon im ersten Halbjahr im Mittelwert für 6280 Euro pro Quadratmeter zum Kauf angeboten. Wer eine Mietwohnung sucht, musste im Mittelwert mit Mieten von 15,70 Euro pro Quadratmeter rechnen. (Von Christoph Manus)

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