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Wohnraum für Studierende in Frankfurt gesucht

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Von: Georg Leppert

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In Frankfurt gibt es nicht genügend Studierendenwohnheime wie hier in Eckenheim.
In Frankfurt gibt es nicht genügend Studierendenwohnheime wie hier in Eckenheim. © Monika Müller

Der Magistrat will jungen Leuten helfen und hofft dabei auf die ABG.

In einem waren sich die Stadtverordneten am späten Donnerstagabend einig: Es macht keinen Spaß, in Frankfurt zu studieren oder eine Ausbildung zu absolvieren und dann auf Wohnungssuche zu gehen. Liegen doch die Mietpreise meist sehr weit jenseits dessen, was sich junge Leute mit bestenfalls geringem Einkommen leisten können.

Nun sollen auch Studierende und Azubis bessere Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben. Darauf hat sich das Stadtparlament geeinigt. Einem entsprechenden Antrag der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt stimmten auch Linke und Ökolinx-ELF zu.

Als Ziel wird in dem Antrag genannt, zehn Prozent der Studierenden und Auszubildenden „einen förderfähigen Wohnheimplatz zur Verfügung zu stellen“. Derzeit liegt die Quote bei sieben Prozent und damit unter dem Bundesschnitt von eben einem Zehntel.

Frankfurt: Unter 325 Euro Miete wird angestrebt

Um mehr günstige Wohnungen zu schaffen, will Planungsdezernent Mike Josef (SPD) zahlreiche Akteurinnen und Akteure in die Pflicht nehmen. Vorgesehen ist ein Runder Tisch mit dem Land, den Hochschulen, den Berufschulen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden und einigen mehr. Alle sechs Monate soll sich das Gremium treffen mit dem Ziel, „Flächen für Bauvorhaben oder neue Modelle des Zusammenlebens“ zu finden, wie es in dem Antrag heißt.

Konkret gefordert ist auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG. Josef will die Vereinbarung treffen, dass sie bei neuen Bauprojekten fünf Prozent der Wohnungen für Studierende und Auszubildende zur Verfügung stellt. Nur in Ausnahmefällen sollen die Mieterinnen und Mieter dort mehr zahlen, als die im Bafög-Satz vorgesehene Wohnpauschale (derzeit 325 Euro). Zudem möchte der Magistrat auch mit Nassauischer Heimstätte und anderen Gesellschaften über mehr bezahlbaren Wohnraum verhandeln.

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