Eckenheim

Wohnhäuser für Familien in der Peter-Henlein-Straße

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
    schließen

Die Baufsicht hat die Pläne für die Bebauung im Ortsbeirat 10 vorgestellt. Doch von den Fraktionen gibt es Kritik, vor allem wegen der Verkehrsanbindung.

Auf einer Brachfläche zwischen Peter-Henlein-Straße und Hügelstraße sollen 21 Familien- und Reihenhäuser entstehen. Für dieses Vorhaben musste laut Birgit Welling von der Bauaufsicht kein Bebauungsplan aufgestellt werden, weil die Angelegenheit nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches geregelt wurde.

Danach müssen sich Neubauten städtebaulich in die nähere Umgebung einfügen. Dies sei an der Peter-Henlein-Straße der Fall, sagt Welling, die die Pläne am Dienstagabend im Ortsbeirat 10 vorstellte. Die Häuser werden zwei Stockwerke haben, „sie passen sich damit der Siedlungsstruktur der benachbarten Flächen an“, sagt Welling. Zudem ist eine Tiefgarage mit etwa 21 Stellplätzen vorgesehen, aus der die Fahrzeuge per Hubaufzug nach oben gelangen. Oben wird es Flächen für Carsharing-Angebote geben. Der Innenhof werde komplett autofrei, so Birgit Welling. Freiflächen würden durchgehend begrünt, jedes Grundstück erhalte einen Baum, und es soll einen Spielplatz geben.

Die Anbindung an den Straßenverkehr soll über die Peter-Henlein-Straße und die Siegmund-Freud-Straße erfolgen. Nicht aber über die Hügelstraße. Das stört den Ortsbeirat.

Michael Bartram-Sitzius (SPD) sagte in der Sitzung, er könne schon jetzt beobachten, „dass es kaum eine Chance gibt, morgens von der Peter-Henlein-Straße auf die Sigmund-Freud-Sraße zu kommen“. Er gehe daher davon aus, dass sich die Bewohner der neuen Häuser recht schnell Parkplätze außerhalb der Tiefgarage suchen.

Gero Gabriel, Fraktonsvorsitzender der CDU, stimmt ihm zu. „Die Tiefgaragenplätze werden dann oft frei sein“, vermutet er. Man kenne das auch vom Dachsberg in Berkersheim. Er erwarte ein Verkehrschaos.

Auch Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) befürchtet das. „Die Erschließung ist alles andere als gut, und wir vor Ort müssen das dann erleiden.“ Seiner Meinung nach wäre es sinnvoller, die Autos über die Hügelstraße anzubinden, um Staus zu vermeiden.

Der zuständige Architekt Ralf Teschauer aus Kronberg kann das Zustandekommen dieser Verkehrsanbindung erklären. Das Amt für Straßenbau und Erschließung habe die Variante über die Sigmund-Freud-Straße empfohlen, sagt er. Die Bauaufsicht habe daher die Alternative Hügelstraße gar nicht erst geprüft.

Es ist aber nicht nur die Verkehrsanbindung, die für Ärger sorgt. Schon mehrfach habe der Ortsbeirat eine Präsentation, wie es sie nun am Dienstag gab, gefordert, aber nie bekommen, sagt Lange. Das will Birgit Welling von der Bauaufsicht so nicht stehen lassen: „Wir haben immer alle Anfragen bearbeitet.“

Für Lange steht trotzdem fest: „Das ganze Verfahren ist mehr als dubios. Wir als Ortsbeirat können das auch so nicht akzeptieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare