Die Lage

Wohnen wird immer teurer

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Wie sieht die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt eigentlich aus? Einige Daten und Fakten zum Thema.

Die Wohnungsmieten sind in Frankfurt in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Besonders schlecht ist die Situation für Menschen, die eine neue Wohnung suchen. Das Institut Empirica sieht die preisbereinigte Miete für inserierte Wohnungen mit 60 bis 80 Quadratmetern inzwischen bei 13,04 Euro pro Quadratmeter, für Wohnungen, die höchstens zehn Jahre alt sind, bei 14,20 Euro pro Quadratmeter. Nur München und der Landkreis München sind teurer. Das Maklerhaus JLL nennt sogar Angebotsmieten von im Mittel 14,90 Euro pro Quadratmeter. Die wäre ein Anstieg von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Spitze werden laut JLL sogar 31 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Auch die Bestandsmieten steigen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt laut Mietspiegel inzwischen bei 9,36 Euro pro Quadratmeter. Besonders in früheren

Arbeitervierteln wie dem Ostend oder dem Gallus wird das Leben für die Bewohner immer teurer. Viele Menschen haben Angst, verdrängt zu werden.

Gebaut wird seit einigen Jahren kräftig. Das führt aber keineswegs zu einer Entspannung. Private Investoren bauen in erster Linie teure Eigentumswohnungen und Mikroapartments. Mietwohnungen errichten fast nur die städtische Wohnungsgesellschaft ABG und die mehrheitlich dem Land gehörende Nassauische Heimstätte. Noch immer fehlen rechnerisch zudem fast 40 000 Wohnungen.

Die Stadt verpflichtet Investoren, in neuen Gebieten zu 30 Prozent geförderte Wohnungen zu bauen. Und sie lässt die städtische ABG zu mindestens 40 Prozent gefördert bauen.

Um die Situation zu entspannen, setzt die Stadt zudem auf große neue Baugebiete, etwa am Römerhof, dem Rebstock und an der Autobahn 5. Mit Milieuschutzsatzungen will sie Bewohner vor Luxussanierung und Verdrängung schützen. 

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