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Wohnen in Frankfurt: Was 2019 kommt

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Das neue Jahr bringt auch im Wohnungsbau einige Änderungen mit sich. Wir zeigen Ihnen, was 2019 in dieser Hinsicht in Frankfurt geschehen wird.

Mietentscheid

Im Mai könnten die wahlberechtigten Frankfurter erstmals in einer Bürgerentscheidung über die Ausrichtung der städtischen Wohnungspolitik entscheiden. Dann würde abgestimmt, ob die ABG Frankfurt Holding nur noch geförderten Wohnungsbau errichten darf, die Mieten aller Bestandsmieter, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, auf maximal 6,50 Euro pro Quadratmeter senken muss und frei werdende Wohnungen zum Preisniveau des geförderten Wohnungsneubaus vermieten soll. Ob es so weit kommt, ist allerdings völlig unklar. ABG-Chef Junker und Teile der Koalition halten das Begehren für unzulässig. Auch das Rechtsamt kam in einer ersten Stellungnahme zu dieser Einschätzung. Sehr gut möglich also, dass der „Mietentscheid“ die Gerichte beschäftigen wird. 

Hochhäuser

Der Hochhausrahmenplan soll um neue Standorte ergänzt werden. Derzeit lässt die Stadt etwa untersuchen, wie sich der Markt für Hotel- und Wohntürme entwickelt. Einiges spricht dafür, dass die Stadt vor allem Flächen für neue Bürohochhäuser oder gemischt genutzte Türme benennt - und nicht für neue Wohnhochhäuser. Denn die gelten bei der Stadt nicht mehr als Lösung für das Wohnungsproblem. Wohnungen im Hochhaus werden schließlich zu Preisen angeboten, die sich kaum ein Frankfurter leisten kann. 

Neue Flächen

Nach Jahren der Arbeit wird das integrierte Stadtentwicklungskonzept vorgelegt. Die wichtigste Entscheidung wird sein, wo noch neue Wohnungen entstehen können. Der Bedarf ist riesig. CDU und Grüne wehren sich aber gegen die von der SPD propagierte Bebauung des Pfingstbergs. Entscheiden muss das Stadtparlament auch, wo innerhalb der Stadt noch nachverdichtet werden kann. In vielen 50er- und 60er-Jahre-Siedlungen wäre noch Platz. Die Pläne stoßen aber auf Widerstand, nicht zuletzt weil den Bewohnern höhere Mieten drohen. 

Neue Wohnungen

Der Trend zum Bau teurer Wohntürme in der City und den zentralen Stadtteilen hält noch an. Der Fertigstellung nähert sich etwa der mit 172 Metern höchste Wohnturm Deutschland, der Grand Tower am Einkaufszentrum Skyline Plaza. Direkt daneben entsteht das 98 Meter hohe Wohnhochhaus Eden. Auf dem früheren AfE-Areal wächst der Turm One Forty West in die Höhe. An der Stiftstraße in der Innenstadt entstehen gleich drei Hochhäuser. Und das ist nur eine kleine Auswahl. Günstigere Wohnungen baut zum Beispiel der städtische Wohnungskonzern ABG. Dieser will allein in der Ginnheimer Platensiedlung im Laufe des kommenden Jahres 380 Wohnungen durch Aufstockung schaffen. Zur Hälfte entsteht dort geförderter Wohnraum.

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