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Menschen im Nordend protestieren gegen den geplanten Bau der Wohnungen am Günthersburgpark.

Wohnen  

Frankfurt: SPD verteidigt Wohngebiet im Nordend

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Die SPD hält die Pläne zur Bebauung eines von Gärten geprägten Areals östlich der Friedberger Landstraße für einen guten Kompromiss. 

Die SPD im Römer hat die Pläne für das Wohngebiet „Günthersburghöfe“ östlich der Friedberger Landstraße, in dem es einmal 1400 Wohnungen geben könnte, gegen Kritik von Anwohnern und Initiativen verteidigt. Etwa 400 Menschen hatten am Samstag gegen die Bebauung der „Grünen Lunge“ am Günthersburgpark protestiert, darunter Stadtverordnete der Linken.

Niemand opfere gerne Freizeitgärten. Die jetzige Planung aber sei ein guter Kompromiss, der viele öffentlich zugängliche Grünflächen erhalte und – anders als das die Protestierenden behauptet hätten – eine große Zahl bezahlbarer und geförderter Wohnungen schaffe, sagt Holger Tschierschke, zweiter Geschäftsführer der SPD-Fraktion. Zudem seien die Freizeitgärten nie für die Ewigkeit gedacht gewesen, sondern hätten einmal einer Stadtautobahn weichen sollen. „Da ist ein durchmischtes Wohngebiet mit einem großen Grünanteil sicher die bessere Alternative.“

Die Position der Linken nennt Tschierschke unverständlich. Diese beklage ständig Untätigkeit bei der Schaffung von Wohnraum, nutze aber jede Gelegenheit, um sich bei Bürgerinitiativen und Protestbürgern einzuschmeicheln.

Die Linke wettert zurück. Die SPD habe nicht begriffen, dass das bloße Bauen von Wohnungen der Bevölkerung nicht weiterhelfe, wenn teure Luxuseigentumswohnungen entstehen, sagt ihr wohnungspolitischer Sprecher, Eyup Yilmaz. Solange sich daran nichts ändere, seien Proteste wichtig und legitim.

Auch die Gruppe „Climate Justice FFM/Rhein-Main“ widerspricht der SPD. Sie wirft ihr vor, ökologische und soziale Probleme gegeneinander auszuspielen. Ihr Protest richte sich nur gegen den Bau hochpreisigen Wohnraums. Es sei durchaus möglich, auf bereits versiegelten Flächen im Quartier geförderten Wohnraum zu schaffen, heißt es.

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