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So soll der Neubaukomplex auf dem Areal des früheren Marienkrankenhauses im Nordend aussehen.

Wohnen in Frankfurt

Teuer leben im Nordend auf Ex-Klinik-Areal

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Auf dem Gelände des früheren Marienkrankenhauses im Frankfurter Nordend hat der Bau von 236 Miet- und Eigentumswohnungen begonnen. Die Kaufpreise beginnen bei 7200 Euro pro Quadratmeter.

Auf dem Gelände des früheren Marienkrankenhauses im Nordend hat der Bau des Wohnquartiers „Marie“ begonnen. 181 Eigentumswohnungen sollen nach Plänen des Projektentwicklers Instone Real Estate in acht neuen Gebäuden zwischen Richard-Wagner-Straße, Nordendstraße und Weberstraße Platz finden, die nach Plänen des Frankfurter Architekten Magnus Kaminiarz entstehen.

Die Neubauten sollen in Teilbereichen der Architektur des abgerissenen Marienkrankenhauses nachempfunden sein. Der verantwortungsvolle Umgang mit Architektur und historischer Bausubstanz spiele für Instone eine wichtige Rolle, sagt Niederlassungsleiter Ralf Werner.

Die Preise beginnen, wie es auf Anfrage heißt, bei 7200 Euro pro Quadratmeter. In Summe kosten die Wohnungen nach Angaben von immobilienscout24.de eine halbe Million bis 2,5 Millionen Euro. 14 Eigentumswohnungen werden über das Frankfurter Programm zur Förderung von neuem Wohnraum für selbst genutztes Wohneigentum städtisch gefördert. Diese sollen für 4500 Euro pro Quadratmeter zu haben sein.

Parallel soll das frühere Schwesternwohnheim so umgebaut werden, dass 55 geförderte Mietwohnungen Platz finden. Je zur Hälfte entstehen Sozialwohnungen und Wohnungen nach dem zweiten Förderprogramm der Stadt, die je nach Haushaltseinkommen für 8,50, 9,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Nach Fertigstellung sollen sie an die städtische Wohnungsgesellschaft ABG übergeben werden. Im früheren Schwesternwohnheim und dem Gebäudekomplex für Eigentumswohnungen entsteht jeweils eine Kindertagesstätte. Die Tiefgarage soll 235 Stellplätze bieten.

Mit der Fertigstellung des Projekts rechnet Instone im Jahr 2021. Man liege beim Baufortschritt voll im Zeitplan, sagt Werner.

Nicht nur im Nordend gibt es durchaus Kritik an dem Bauvorhaben. Dieses wandele sich mit solchen Projekten Stück für Stück zu einem Luxusstadtteil, sagte Jochen Vielhauer, damals noch Fraktionssprecher der Grünen im Ortsbeirat, im Sommer. Das Quartier schotte sich zu sehr von seiner Umgebung ab.

Bei Instone heißt es, die Kombination aus geförderten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen und die Verbindung moderner Standards und des historischen Erbes sprächen sehr viele Zielgruppen an. Schon jetzt seien rund 30 Prozent der Eigentumswohnungen verkauft, sagt Instone-Vorstandsmitglied Andreas Gräf. Im Sommer hatte der Projektentwickler von 6000 Anfragen für die Wohnungen berichtet.

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