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Studentenbuden ab 450 Euro

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Von: Christoph Manus

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Im Gallus entstehen ein privates Wohnheim und Mikro-Apartments. Die möblierten Zimmer dürften nicht für allzu viele Studierende finanzierbar sein. Sie kosten 450 bis 750 Euro Miete im Monat.

Auf einem früher von der Post genutzten Gelände an der Mainzer Landstraße nahe der Frankfurter Galluswarte dürften, bleibt alles im Zeitplan, spätestens zu Beginn des Wintersemesters 270 Menschen neue möblierte Mikro-Apartments beziehen. 166 zwischen 16 und 30 Quadratmeter kleine Apartments mit Duschbad und Kochnische, die an Studenten vermietet werden sollen, finden in dem achtgeschossigen Gebäude an der Straßenfront und einem angrenzenden sechsgeschossigen Gebäudeteil Platz.

Warm sollen die Zimmer im zweiten Frankfurter Wohnheim der Marke Headquarter 450 bis 750 Euro Miete pro Monat kosten, wie Götz Hufenbach, Geschäftsführer des Frankfurter Projektentwicklers Benchmark, am Donnerstag beim Richtfest für das Projekt sagte. Damit lägen sie in etwa auf dem Niveau, das die Bewohner der ersten Headquarter-Anlage in Frankfurt an der Adalbertstraße in Bockenheim berappen müssen.

In einem weiteren sechsgeschossigen Gebäude entstehen 104 Mikro-Wohnungen, die 23 bis 47 Quadratmeter groß sind, und Berufstätige anziehen sollen. Sie sollen laut Hufenbach zu etwas höheren Mieten angeboten werden, aber auch besser ausgestattet sein. Statt Vinyl in Echtholzoptik wie im Studentenbereich soll Edelholzparkett verlegt werden, außer einer Mikrowelle und einem größeren Herd ein Backofen zum Standard zählen. Balkons haben auch die größeren, teureren Apartments nicht. Studenten wie Berufspendler werden aber jeweils eine große Dachterrasse nutzen können.

Seit mehreren Jahren schon wird in Frankfurt kräftig in private Studentenwohnheime und möblierte Apartments investiert. Trotz der gerade für die Zielgruppe hohen Mieten, die für diese Mikrowohnungen verlangt werden, ist ein Ende des Trends noch nicht absehbar. Benchmark etwa würde in der Bürostadt Niederrad gerne durch Umwandlung 430 neue Mikro-Apartments schaffen. Er sehe in Frankfurt noch einen Bedarf für 3000 bis 4000 Einheiten in diesem Bereich, sagte Hufenbach am Donnerstag.

Die Stadt sieht den Trend zu immer neuen Mikro-Apartments, ob mit Studierenden oder Berufspendlern als Zielgruppe, eher kritisch. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ganze Quartiere mit Boardinghäusern und Mikro-Apartments schaffen“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) jüngst. Grundsätzlich gegen den Bau solcher Wohnheime sei man aber nicht, betonte dessen Sprecher Mark Gellert am Donnerstag. Es gebe durchaus Studenten, die sich diese Apartments leisten könnten. Es sei zudem immer gut, wenn zusätzlicher Wohnraum entstehe.

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