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Viel Grün gibt es in der Siedlung am Bügel, die modernisiert und erweitert werden soll. 

Ben-Gurion-Ring

Sozialwohnungen am Bügel bleiben

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Mehrere hundert Wohnungen können entstehen. Zugleich hat die Stadt jetzt einen Weg gefunden, um zu verhindern, dass fast 1100 Sozialwohnungen ihre Bindung verlieren.

Die Stadt Frankfurt erwirbt Belegrechte für 452 Sozialwohnungen in der Großwohnsiedlung am Bügel und verhindert damit, dass diese zum Jahresende aus der Miet- und Belegungsbindung fallen. Nach einer zwischen der Stadt und der Wohnungsgesellschaft GWH geschlossenen Vereinbarung behalten diese nun bis Ende 2034 ihre Sozialbindung. Als Ausgleich für entgangene Mieterträge zahlt die Stadt der Landesbank-Tochter 6,39 Millionen Euro. Die GWH, der allein in Frankfurt etwa 12 000 Wohnungen gehören, verpflichtet sich zudem, auf die vollständige Rückzahlung der Förderdarlehen für 626 Wohnungen so lange zu verzichten, dass diese erst 2043 aus der Bindung fallen.

Gerade weil der Neubau von Sozialwohnungen viel Zeit koste, sei es wichtig, den Bestand an Wohnungen des ersten Förderwegs zu sichern, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Freitag. Er hatte vergangenes Jahr gemeinsam mit dem damaligen hessischen SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel bei einem Ortstermin eindringlich vor den Folgen eines Wegfalls der zusammen fast 1100 Sozialbindungen gewarnt.

Die in den 70er Jahren entstandene Siedlung soll in den kommenden Jahren in großem Umfang modernisiert und erweitert werden. Stadt und GWH vereinbarten, dass das Wohnungsunternehmen das Parkhaus am Ben-Gurion-Ring abreißen kann, um dort Wohnungen zu errichten. Mehr als 100 Wohnungen seien dort denkbar, sagte GWH-Geschäftsführer Stefan Bürger.

Kein Mietendeckel in Sicht

Auf dem früheren SEB-Gelände im Norden des Areals laufen bereits die Arbeiten an einem Neubaukomplex. Dort sollen gut 330 Wohnungen entstehen. Von den mehr als 250 Mietwohnungen sollen 77 öffentlich gefördert sein. Die frei finanzierten Wohnungen sollen für etwa elf Euro pro Quadratmeter vermietet werden. 57 Studentenapartments und 24 Eigentumswohnungen entstehen. Diese sollen für knapp 5000 Euro pro Quadratmeter verkauft werden. Die GWH spricht von einer Investitionssumme von mehr als 110 Millionen Euro.

Die Neubauten brächten die Siedlung auch architektonisch voran, sagte Bürger. Das Unternehmen habe vor, die Siedlung stetig weiterzuentwickeln, ohne dass die bisherigen Bewohner Angst haben müssten, sich die Mieten nicht mehr leisten zu können.

Eine Begrenzung der Mietanstiege wie bei der ABG und der Nassauischen Heimstätte lehnte Bürger am Freitag klar ab. Für einen solchen Mietendeckel hatten das Land, aber auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) geworben. Die GWH brauche Erträge, um investieren zu können, sagte Bürger. Anders als ABG und Nassauische Heimstätte sei sie zudem ein vollkommen privatrechtliches Unternehmen. Die Mieten lägen mit im Schnitt 7,31 Euro pro Quadratmeter in Frankfurt aber nicht höher als bei diesen Gesellschaften.

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