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Der Bunker soll abgerissen und durch ein Wohngebäude ersetzt werden.  

Nordend

Glauburgbunker in Frankfurt: Stadt lässt Lärmprognose prüfen

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Wie laut wird der Abriss des Glauburgbunkers. Die Bauaufsicht lässt eine Schallimmissionsprognose des Investors von einem unabhängigen Gutachter kontrollieren.

Die Bauaufsicht hat einen unabhängigen Gutachter beauftragt, die Lärmprognose zum geplanten Abbruch des Glauburgbunkers zu untersuchen. Der Experte soll sich die überarbeitete Einschätzung des Investors anschauen, sagt der stellvertretende Amtsleiter Markus Radermacher, „wie realistisch es ist, was dort prognostiziert wird – damit wir Gewissheit haben“.

Vor kurzem hatte der Bauherr, der den Hochbunker an der Schwarzburgstraße abreißen und dort ein Gebäude mit 35 Wohnungen errichten will, bei der Stadt eine neue Schallimmissionsprognose eingereicht. Die Bürgerinitiative Glauburgbunker, die das massive Gebäude erhalten will und sich dort ein Stadtteilzentrum wünscht, hatte die Prognose kritisiert. Nach wie vor würden die benachbarten Schwarzburgschule und die Kita 103 in unzumutbarer Weise unter dem Baulärm leiden (die FR berichtete).

Radermacher geht davon aus, dass das Ergebnis des Gutachters in wenigen Tagen vorliegen werde. Dieses soll auch der BI vorgelegt werden – wie auch schon die Prognose an die Gruppe weitergeleitet worden war. „Wir spielen nicht mit verdeckten Karten.“ Auch verstehe die Stadt die Bedenken der Initiative, der Schule und der Kita. „Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass das nicht schön wird.“ Die Stadt sei aber „nicht in der Pflicht“, die Schallimmission vorab zu prüfen. Um Ärger, Kosten und Konflikte für alle Beteiligten zu vermeiden, fordere die Bauaufsicht Prognosen jedoch bei der Antragstellung.

Die Bürgerinitiative hatte in einer Pressemitteilung moniert, dass der Prognose ein falscher Lärm-Richtwert zu Grunde liege. Dabei hatte sie auf ein Merkblatt der Bauaufsicht verwiesen, demnach das Quartier am Bunker wegen der Schule wie Krankenhäuser als „Umfeld schutzbedürftiger Nutzung“ eingestuft werden müsse. Der stellvertretende Amtsleiter wies das zurück. „Das steht dort so nicht drin.“ Gebiete mit Schulen und Kindergärten seien wie gewöhnliche Wohngebiete zu behandeln. 

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