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Ein Handwerker bei der Arbeit (Symbolfoto).

Wohnen im Europaviertel in Frankfurt

Neues Quartier am Römerhof auf dem Weg

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Westlich des Europaviertels in Frankfurt könnten etwa 2000 Wohnungen und ein Gymnasium entstehen. Die Stadt hat den Bebauungsplan für das Areal am Römerhof auf den Weg gebracht.

Der Magistrat hat den Bebauungsplan für ein großes neues Wohngebiet im bisher gewerblich und für Sport genutzten Areal Am Römerhof nach einem Streit in der Koalition nun auf den Weg gebracht. In dem zu Bockenheim zählenden 29 Hektar großen Viertel südlich des Rebstockparks könnten nach Zahlen des Planungsdezernats etwa 2000 neue Wohnungen entstehen. Den Löwenanteil wird die städtische Wohnungsgesellschaft ABG errichten.

Der Magistrat hatte die Vorlage wegen des scharfen Streits in der Koalition zunächst geschoben. Die CDU hielt eine Sozialquote von 40 Prozent für zu hoch, warnte vor der Entstehung eines sozialer Brennpunkts. Die SPD nannte das Panikmache.

Nun sollen 30 Prozent der Wohnungen im Gebiet als geförderter Wohnungsbau entstehen. Wo die ABG als Bauherr auftritt, werden es laut Magistrat aber 40 Prozent sein.

Zudem sollen bis zu 15 Prozent der Flächen für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen zur Verfügung gestellt werden. „So garantieren wir die Vielfalt der Wohnformen und schaffen vor allem bezahlbares Wohnen im geförderten und frei finanzierten Bereich“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Freitag.

Die Wohnungen sollen Teil eines kompletten Stadtviertels werden. Blockrandstrukturen mit begrünten Straßenräumen und ruhigen Innenhöfen sind geplant. Die Straße Am Römerhof soll als zentrale Zufahrt dienen und als Boulevard gestaltet werden. Ein Platz für Wochenmärkte und Veranstaltungen soll entstehen. Ziel sei eine städtebauliche Dichte mit großzügigen Straßenräumen, die Urbanität und städtisches Leben schaffe, sagte Josef. In die Erdgeschosse der Häuser sollen Geschäfte ziehen. Eine Grundschule, ein Gymnasium sowie mehrere Kitas sind geplant. Perspektivisch soll die Stadtbahn-Linie U5 bis in das Areal verlängert werden.

Das Bebauungs- und Nutzungskonzept für den neuen Stadtteil, in dem bisher etwa die Zulassungsbehörde und das Unternehmen Touring zu finden sind, wird laut Planungsdezernat in einem kooperativen Verfahren erstellt. Für einzelne Bauabschnitte, Häuser und Plätze will die Stadt architektonische Wettbewerbe ausloben.

Die Entwicklung soll im Osten des Areals beginnen. Der dort ansässige Omnibus-Betriebshof der VGF wird verlagert, damit dort Wohnungen entstehen können. Er soll an der Gaugrafenstraße in Rödelheim Platz finden.

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