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So könnte das Hotel am Ostbahnhof nach jetziger Planung einmal aussehen.

Frankfurt-Ostend

Neues Hotel am Danziger Platz

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Rund um die Europäische Zentralbank wird in großem Stil gebaut. Auf einer Brachfläche zwischen dem Globetrotter-Markt und dem Ostbahnhof soll bis Oktober 2017 ein Hotel der Kette Hampton by Hilton mit 182 Zimmer entstehen.

Der Wandel des Frankfurter Ostends von einem heruntergekommenen Industrie- und Arbeiterviertel zu einem bei Investoren begehrten – und teuren – Quartier gewinnt weiter an Fahrt. Schon im Frühjahr soll auf einer Brachfläche zwischen dem Globetrotter-Markt und dem Ostbahnhof der Bau eines Drei-Sterne-Hauses der Hotelkette Hampton by Hilton mit 182 Zimmer beginnen.

Der künftige Betreiber, das Unternehmen Primestar Hospitality, hat mit dem Besitzer, einer Tochter des Grundstückentwicklers Groß & Partner, bereits einen Pachtvertrag mit 25 Jahren Laufzeit vereinbart. Die Eröffnung ist nach Angaben von Primestar für Oktober 2017 geplant.

Das achtstöckige Gebäude in Nähe der Europäischen Zentralbank soll nach einem Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Jo Franzke realisiert werden. Als Besonderheit preisen Primestar und Groß & Partner an, dass Passanten künftig durch eine elf Meter hohe Arkade vom Danziger Platz zum Eingang der U-Bahn-Station und zum Grüngürtel gelangen können.

Grüne Brücke geplant

Noch allerdings ist die Bepflanzung eines stillgelegten hochliegenden Gleises, auf dem man vom Ostpark über die Hanauer Landstraße zum Hafenpark gelangen soll, nur geplant. Die Stadtverordneten haben dem Lückenschluss zwar schon vor vier Jahren grundsätzlich zugestimmt. Wann mit den Arbeiten begonnen werden könnte, ist aber noch völlig unklar. Die Stadt kann nicht allein über den zeitlichen Ablauf bestimmen. Die benötigten Flächen gehörten zum größten Teil der Deutschen Bahn, hieß es im Januar in einer Stellungnahme des Magistrats. Diese werde sie erst nach Realisierung der Nordmainischen S-Bahn veräußern, weil sie sie als Baustelleneinrichtungsflächen benötige.

Preise ziehen an

Indes füllen sich nach und nach die einst riesigen Brachen im südlichen Ostend. Auf dem Ernst-Achilles-Platz war vergangene Woche Richtfest für das Quartier „The East“, das aus einem Vier-Sterne-Hotel, Büros, Geschäften und 177 Wohnungen besteht, die für im Schnitt 15,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden sollen. Auf dem früheren Sudfass-Gelände haben die Arbeiten für 28 sehr teure Eigentumswohnungen begonnen. 392 Mietwohnungen sollen bis Ende 2017 in den sogenannten „Schwedler-Gärten“ zwischen der Ferdinand-Happ-Straße und den Bahngleisen entstehen. Bis zu 800 Wohnungen sollen einmal im „Hafenpark-Quartier“ auf dem Honsell-Dreieck Platz finden. An der Hanauer Landstraße soll ein Hotel der Kette Moxy mit 220 Zimmern entstehen.

Auf welche Weise sich das Viertel verändert, lässt sich längst auch an den Mieten und Wohnungspreisen ablesen. Nicht nur die Neubauten sind teuer. Selbst für bestehende Wohnungen werden im Schnitt inzwischen Mieten von 13,30 Euro pro Quadratmeter und Kaufpreise von 4300 Euro pro Quadratmeter verlangt.

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