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Hattersheim

Die Mischung macht's

Für das ehemalige Sarotti-Gelände in Hattersheim wird ein neuer Bebauungsplan vorgestellt. Nicht alle Bewohner des Neubaugebiets sind damit glücklich.

Von Jöran Harders

Nicht alle Hattersheimer Neubürger, die in eines der Häuser auf dem ehemaligen Sarotti-Gelände eingezogen sind, sind mit dem gefundenen Kompromiss glücklich. „Anstatt auf Bäume blicken wir künftig vielleicht auf Hauswände“, beklagte eine Anwohnerin, die am Samstag zum Ortstermin gekommen war, zu dem die Grünen in das Neubaugebiet eingeladen hatten. Denn nachdem klar ist, dass die bestehenden Gebäude auf dem an die Voltastraße angrenzenden Areal im Nordwesten des Baugebiets abgerissen werden, befürchten manche Besitzer von Nachbargrundstücken, dass die neue Bebauung näher an ihre Häuser heranrücken wird.

Grund für diese Befürchtungen ist das Ergebnis eines Mediationsprozesses nach einer Klage der Firma Holfelder, der ein Großteil des Areals bisher gehört hat. Nachdem Holfelder einen Baustopp bewirkt hatte, einigten sich der Eigentümer der anderen Flächen, die Bauträger und die Stadt darauf, für das Gebiet einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, der anstelle einer rein gewerblichen Nutzung eine Mischung von Gewerbe und Wohnen vorsieht. Für die Käufer der Immobilien im Neubaugebiet Hattersheim Süd werde durch den neuen Bebauungsplan „nichts schlechter als bisher vorgesehen“, beruhigte Baudezernentin Karin Schnick (Grüne) besorgte Anwohner. Das betreffende Areal werde von denselben Bauträgern entwickelt, die auch schon bisher in Hattersheim Süd aktiv seien. „Diese Gesellschaften haben kein Interesse daran, ihre bisherigen Kunden zu verärgern, indem sie ihnen irgendwelche hässlichen Klötze direkt vor die Nase setzen“, meinte Schnick.

Auch von Seiten der Stadt werde darauf geachtet, dass die Bebauung nicht so eng sei, sondern angemessene Abstände zwischen den Häusern eingehalten würden.

Das Hauptaugenmerk soll laut Schnick bei allen Planungen darauf gerichtet werden, dass Konflikte zwischen Wohnen und Gewerbe vermieden werden. Deshalb sollen zwischen Gewerbe- und Wohnimmobilien Pufferzonen mit „weniger lärmemfindlichen Nutzungen“ geschaffen werden, wie es in der Begründung der Magistratsvorlage zur Aufstellung des Bebauungsplans heißt. Das betreffe die Grenze zum ehemaligen Holfelder-Gelände ebenso wie etwa den Hessendamm oder die Voltastraße und die Eisenbahnlinie, deren Lärm durch höhere Häuser abgeschirmt werde.

Was den Verkehr im Neubaugebiet angehe, sei von Anfang an ebenfalls auf eine Trennung von privat und gewerblich geachtet worden. „Die Zufahrt zum Gewerbegebiet erfolgt über die Voltastraße, zum Wohngebiet über den Hessendamm“, so Schnick. Auch wenn es – vor allem von der Bürgerinitiative Pro Hattersheim – zum Teil massive Kritik an den städtischen Planungen zu Hattersheim Süd gegeben habe, wie Karin Schnick anmerkte, ist die Baudezernentin mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden. „Es sollte ein Stadtteil werden, in dem es fußläufige Verbindungen gibt, der eine hohe Wohnqualität hat und in dem nicht nur Wohnraum für eine einzige Zielgruppe geschaffen wird“, sagte Schnick. Das sei unter anderem deshalb gelungen, weil nicht nur einer, sondern drei Bauträger ins Boot geholt worden seien.

Dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Winfried Pohl, ging es beim Ortstermin vor allem darum, zu hören, „was die Bürger für Wünsche an die Politik haben“. Ungeachtet des offiziellen Bebauungsplanverfahrens wolle er sich auch über die Meinung der Anlieger informieren.

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