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Der Luxusturm als Computersimulation.

„One Forty West“

1,9 Millionen Euro für drei Zimmer

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In Frankfurt entsteht an der Stelle des früheren AfE-Turms der Luxus-Wohnturm „One Forty West“. Nach den mit teuersten Eigentumswohnungen der Stadt soll „hohe Nachfrage“ herrschen.

In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts stand hier der AfE-Turm der Frankfurter Goethe-Universität. Linke Soziologie-Professoren vermittelten den Studierenden in diesem Gebäude die kritische Analyse des Kapitalismus. 45 Jahre später hat die Praxis des kapitalistischen Wirtschaftens Einzug gehalten: Auf dem Grundstück Senckenberganlage 15 entsteht der 140 Meter hohe luxuriöse Wohn- und Hotel-Turm „One Forty West“.

Seine 94 Eigentumswohnungen, deren Vermarktung gerade begonnen hat, gehören zu den teuersten in der Stadt. Für die größten Einheiten, drei Zimmer mit 131 Quadratmetern, verlangt der Investor, die Commerz Real Investment, 1,9 Millionen Euro. Die kleinste Einheit sind zwei Zimmer mit lediglich 57 Quadratmetern, zu erwerben bereits für 775.000 Euro.

„One Forty West“ in Frankfurt: Gekühlter Weinkeller, 24-Stunden-Concierge

Dafür garantiert der Bauherr „Skyline- und/oder Taunusblick“. Im Untergeschoss des Hauses wartet ein „gekühlter Weinkeller“ auf die Bewohner, in der Lobby steht außerdem 24 Stunden rund um die Uhr eine Concierge zur Verfügung. Zur Ausstattung der Unterkünfte gehören bodentiefe Panoramafenster und mindestens ein Balkon oder eine Terrasse. Den 94 Eigentumswohnungen gehören die 32. bis 40. Etage, darunter, im 31. bis 24. Obergeschoss, liegen die 95 Mietwohnungen.

Andreas Muschter, Vorsitzender des Vorstands der Commerz Real, freut sich über „eine außerordentlich hohe Nachfrage, insbesondere aus dem Rhein-Main-Gebiet“. Derzeit wachse das Hochhaus um eine Etage pro Woche, im Herbst 2020 sollen die Bewohner einziehen.

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Die Rohbauarbeiten haben bereits das 26. Obergeschoss erreicht, der Innenausbau des Turmes ist bis zur zehnten Etage im Gange.

Das Hotel im unteren Teil des Hochhauses will der Bauherr bereits im Sommer 2020 eröffnen. Es handelt sich um eine Vier-Sterne-Plus-Herberge der Marke Meliá mit 430 Zimmern. Prunkstück ist ein Ballsaal, der 600 Personen Platz bieten wird. Es gibt zehn Räume für Konferenzen und Besprechungen. Im 15. Obergeschoss öffnet sich ein öffentlich zugängliches Restaurant mit Panoramablick.

Neben „One Forty West“ entsteht Bürogebäude „21 West“

Das Investitionsvolumen liegt bei 270 Millionen Euro. Neben dem großen Turm „One Forty West“ gibt es noch ein kleines Bürogebäude mit sechs Etagen („21 West“) und eine zweigeschossige Kindertagesstätte. Eine Tiefgarage bietet 279 Stellplätze, davon 110 für das Hotel.

Entworfen wurden die Gebäude von dem Frankfurter Architekturbüro Cyrus Moser. Für die Innenarchitektur der Wohnungen zeichnet die Ippolito Fleitz Group mit Sitz in Stuttgart verantwortlich. Das Hotel entwarf das Bielefelder Büro Jonasplan. Der Bauherr hebt besonders die Gestaltung des Freiraumes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Senckenberg-Museum hervor. So will man zusätzliche Bäume pflanzen und so den Bestand entlang der Senckenberganlage ergänzen.

Alle geeigneten Dachflächen werden begrünt. Orientiert zur Robert-Mayer-Straße und zum Senckenberg-Museum hin entsteht ein zentraler, öffentlicher Quartiersplatz.

In die Tiefgarage einfahren können die künftigen Bewohner und Besucher ausschließlich von der Senckenberganlage aus. Die Luxuswohnanlage zählt als Teil des geplanten Kulturcampus Bockenheim, auf dem einmal auch die neue Hochschule für Musik und Darstellende Kunst entstehen soll.

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