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Luxus-Wohnung im Westend: Die Quadratmeterpreise für neue Eigentumswohnungen in Frankfurt sind für viele Menschen nicht mehr zu bezahlen.

Eigentumswohnungen in Frankfurt

Immer kleiner, immer teurer

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Wenn Wohnen zum unbezahlbaren Luxus wird: Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt sind erneut stark gestiegen.

Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt steigen in raschem Tempo weiter an. Das geht aus Zahlen des Analyseunternehmens Bulwiengesa hervor, das jetzt 50 im Bau befindliche oder geplante Projekte mit 4026 Wohnungen untersuchte. Demnach kostet eine neue Eigentumswohnung derzeit im Schnitt rund 7200 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Plus von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Am teuersten ist der Marktstudie des Frankfurter Unternehmens nach der Innenstadtbereich, für den es von Preisen von im Schnitt fast 8000 Euro pro Quadratmeter ausgeht. Noch am günstigsten ist es im Westen der Stadt. Bulwiengesa nennt etwa  ein Projekt in Alt-Nied mit einem Quadratmeterpreis von im Schnitt 3550 Euro und eines im selben Stadtteil mit Preisen von durchschnittlich 4050 Euro.

Immer deutlicher wird inzwischen, wen die Projektentwickler als Käufer im Fokus haben. Dass diese inzwischen kleinere Wohnungen bauen, die durchschnittliche Größe mit 76 Quadratmetern gut zehn Prozent unter dem Vorjahreswert liege, hat nach Analyse von Bulwiengesa in erster Linie mit der Nachfrage von Kapitalanlegern nach kompakteren Einheiten zu tun.

Zunehmend versuchen die Entwickler nach Beobachtung von Bulwiengesa inzwischen, private Kapitalanleger für den Kauf möblierter Mikroapartments zu begeistern. Denn das ist lukrativer, als das gesamte Gebäude zu veräußern. Als Beispiel nennt das Analyseunternehmen das Boardinghaus „Studimuc“ im Gallus. Dort würden 17 bis 56 Quadratmeter große sogenannte Serviced Apartments zu Preisen von etwa 8500 bis 9500 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Frankfurt zählt denn auch nach Zahlen einer neuen Postbank-Studie zu den teuersten Gebieten für Wohnungskäufer. Den Kauf einer 70 Quadratmeter großen Wohnung zu finanzieren, kostet demnach bei einer Anfangstilgung von zwei Prozent und zwanzig Prozent Eigenkapital 935 Euro im Monat. München ist mit 1410 Euro noch deutlich teurer. Für Großstädte wie Berlin (763), Hamburg (875) und Köln (686) nennt der Wohnatlas aber deutlich niedrigere Finanzierungskosten als für Frankfurt.

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