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Der Leerstand im Bankenviertel ist stark gesunken. Auch deshalb wird viel gebaut.

Hochhäuser in Frankfurt

Frankfurt wächst weiter in die Höhe

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Mehr als ein Dutzend Hochhäuser sind allein in der Innenstadt und an der Messe in Bau. Und die Entwicklung wird noch weiter gehen.

Die Frankfurter Skyline wird immer dichter. An der Taunusanlage ist das 155 Meter hohe Bürohochhaus Marienturm entstanden, der Omniturm, ein Hybrid aus Büro- und Wohnetagen, ist bereits auf seine endgültige Höhe von 190 Metern geschossen. Auf dem Nachbargrundstück laufen die Arbeiten für das größte Hochhausprojekt in Frankfurt seit Jahrzehnten: den Bau von gleich vier 100 bis 228 Metern hohen Türmen, die das Ensemble Four bilden werden.

Die Skyline wächst aber auch räumlich deutlich, vor allem Richtung Westen. Allein in Nähe des Messegeländes, einem Areal, in dem lange nur der Messeturm, erst später auch der Tower 185 stand, wächst nun ein riesiger Hochhauspulk in die Luft. Der Grand Tower, mit 172 Metern Deutschlands höchster Wohnturm, nähert sich am Einkaufszentrum Skyline Plaza der Fertigstellung. In unmittelbarer Nähe läuft der Tiefbau für ein neues Ensemble auf dem Güterplatz mit gleich zwei Hochhäusern, dem Wohnhochhaus Eden (98 Meter) und dem Hotel- und Büroturm The Spin. (90 Meter). Hinter dem Skyline Plaza entsteht der 190 Meter Hotel- und Büroturm One, auf dem früheren AfE-Gelände soll der Wohn- und Hotelturm One Forty West bis auf 140 Meter wachsen.

Und die Entwicklung wird weitergehen, die Skyline weiter wachsen. An 16 möglichen Standorten, die der im Jahr 2000 aufgestellte, 2008 zum ersten Mal fortgeschriebene Hochhausentwicklungsplan benennt, können noch neue Hochhäuser entstehen. Darunter ist etwa ein Grundstück am Knick der Neuen Mainzer Straße, auf dem ein 195 Meter hoher Büroturm entstehen dürfte. In Nähe des Tower 185 könnte sogar ein bis zu 365 Meter messendes Hochhaus entstehen. Und die Stadt arbeitet bereits an einem neuen Hochhausrahmenplan, der neue Standorte benennen wird.

Genug Potenzial für neue Bürotürme und Wohnhochhäuser

Potenzial für neue Bürotürme und Wohnhochhäuser gibt es angesichts der riesigen Nachfrage von Investoren an Geldanlagen im Immobilienbereich genug. Der Leerstand im von Hochhausbüros geprägten Bankenviertel ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Immobilienexperten sehen diesen inzwischen nur noch bei zwei bis drei Prozent. Und von den Bürotürmen, die in den kommenden zwei Jahren auf den Markt kommen, sind nach Zahlen des Maklerhauses Nai Apollo 60 Prozent der Flächen bereits vermietet. Und das trotz inzwischen hoher Preise. Die Spitzenmieten liegen deutlich über 40 Euro pro Quadratmeter. Besonders Wirtschaftskanzleien, Investmentbanken und Vermögens- und Finanzberater zieht es in die Hochhausbüros in der Innenstadt. Noch relativ neu ist, dass sich dort auch Anbieter von Co-Working-Spaces, flexibel mietbaren Arbeitsplätzen und Büros einmieten.

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Auch der Bau von Wohntürmen geht weiter. Bis zu 2000 Hochhauswohnungen kommen nach Schätzungen des Maklerhauses Colliers in den nächsten zwei bis drei Jahren auf den Markt. Obwohl sie im Schnitt für mehr als 10 000 Euro pro Quadratmeter angeboten werden, haben die Investoren bislang keine großen Probleme, Käufer zu finden. Das hat allerdings auch mit dem großen Interesse ausländischer Anleger an Immobilien in Frankfurt zu tun.

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Im Trend ist zudem der Bau von Hybridhochhäusern, Türmen, in denen gearbeitet und gewohnt wird, teils auch Hotelgäste übernachten. Der Stadt kommt diese Entwicklung recht. Sie setzt seit Jahren auf die Entwicklung gemischter Quartiere.

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