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Frankfurt: Vier Türme im Bankenviertel

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Vier Hochhäuser mit 100 bis 233 Metern entstehen im Frankfurter Bankenviertel. Die Stadt hat Baurecht für das Großprojekt „Four“ erteilt.

Das größte Hochhausprojekt in der Frankfurter Innenstadt darf realisiert werden. Die Stadt hat Baurecht erteilt für „Four“. Vier Türme entstehen, wo früher die Händler der Deutschen Bank arbeiteten, zwischen Junghofstraße, Großer Gallusstraße und Neuer Schlesingergasse. Nach dem Abriss sind derzeit die Tiefbauarbeiten im Gange.

Der Büroturm Tower 1 wird das Ensemble mit 233 Metern überragen. Tower 2 reicht 178 Meter in die Höhe und soll Wohnungen und ein Hyatt-House-Hotel beherbergen. Im Tower 3 entstehen ebenfalls Wohnungen auf 120 Metern sowie ein Kimpton-Hotel. Tower 4, ein Büroturm, wird 100 Meter hoch.

Projektentwickler ist Groß & Partner. Die Pläne stammen von „UNStudio“ unter Leitung von Ben van Berkel. Intern tragen die Hochhäuser Spitznamen: Air, Aqua, Terra, Ignis - wie die vier Elemente. Die offizielle Benennung ist allerdings Tower 1 bis 4.

Ein gemeinsamer Sockel mit Läden, Restaurants, Fitnessstudio, Arztpraxen und einer Kita soll die Hochhäuser verbinden, in denen 1000 Menschen wohnen und 4000 arbeiten sollen. Autos und Fahrräder parken in der Tiefgarage. Die denkmalgeschützte Fassade an der Junghofstraße bleibt erhalten. Die Geschossfläche beträgt 213 000 Quadratmeter.

Einige Mieter stehen bereits fest, darunter die Kanzleien Baker McKenzie, Freshfields Bruckhaus Deringer, Allen & Overy sowie die Hotelketten Kimpton Hotels & Restaurants und Hyatt House. Mit der Fertigstellung wird bis 2023/24 gerechnet.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sagte bei der Übergabe der Baugenehmigung, dass „Four“ das Bankenviertel weiter öffne. „Zum ersten Mal entsteht eine Hochhaus-Familie in Frankfurt, bestehend aus vier Hochhäusern um eine gemeinsame, öffentliche Mitte. Es wird ein Quartier für alle Einkommensschichten, mit großer Nutzungsmischung und mehr Aufenthaltsqualität“, sagte er. So würden innerstädtische Bereiche, die jahrelang für die Frankfurter unzugänglich waren, wieder geöffnet.

Die Bauaufsicht habe trotz der Corona-Zeit das Genehmigungsverfahren ohne Verzug abgeschlossen, sagte er. Für ihn sei es ein „persönliches Projekt“. Dies sei das erste Planungsvorhaben gewesen, bei dem er in der Jury gesessen habe.

Der Planungsdezernent in Frankfurt, Mike Josef (SPD), will am Osthafen mehr Wohnraum schaffen. Wirtschaftsvertreter, CDU und Grüne halten dagegen.

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