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Blick auf eine Häuserzeile in Frankfurt. (Symbolbild)

Wohnungsmangel

Aufstockung soll in Frankfurt tausende Wohnungen schaffen

In Frankfurt sollen tausende Wohnungen alleine durch das Aufstocken bestehender Häuser entstehen. Im vergangenen Jahr hat die Stadt dafür 450 Baugenehmigungen erteilt.

Durch das Aufstocken bestehender Häuser sollen in Frankfurt tausende Wohnungen entstehen. Allein im vergangenen Jahr habe die Stadt 450 Baugenehmigungen für Aufstockungen erteilt, sagte der städtische Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Montag in Frankfurt. So könnten schnell und kostengünstig Wohnungen entstehen, ohne dass Flächen versiegelt würden und hohe Bodenpreise bezahlt werden müssten. "Wir haben hier ein Potenzial von mehreren tausend Wohnungen", sagte Josef.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG stockt in der Platensiedlung derzeit 19 Häuser aus den 1950er Jahren von drei auf fünf Stockwerke auf. Die so entstehenden 380 Wohnungen werden mit vorgefertigten Holzmodulen gebaut, die in einer "Feldfabrik" gefertigt und dann mit einem Kran aufgesetzt werden. Zusätzlich werden zwischen den Häusern neue Gebäude gebaut. Zusammen sei das "die größte Baumaßnahme zum Thema Nachverdichtung in Deutschland", sagte ABG-Chef Frank Junker - eine "Blaupause" für andere Städte.

Auch kleinere Wohnungsbaugenossenschaften stocken ihre Gebäude auf, zum Beispiel der Frankfurter Volks- Bau- und Sparverein im Dornbusch. Der Eigentümerverband Haus & Grund forderte, Privateigentümern das Aufstocken leichter zu machen. Das Interesse sei groß, in der Praxis gebe es aber oft bürokratische Hürden. (dpa)

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