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Feldmann fordert mehr Geld für Wohnheime

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Von: Georg Leppert

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Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will mehr Platz für Studierende schaffen.
Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will mehr Platz für Studierende schaffen. © Alex Kraus

Studierende sollen in Frankfurt leichter eine Bleibe finden, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will die städtischen Fördermittel für den BAu von Wohnheimen hierfür verdoppeln. Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) sieht diese Pläne mit Skepsis.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) streiten über die Finanzierung des Baus von Studentenwohnungen. Während Feldmann die städtischen Fördermittel dafür verdoppeln will, sieht Cunitz dazu keinen Anlass.

Bei einem Termin an der Adickesallee, wo unter anderem Apartments für Studierende geplant sind, hatte Feldmann vor kurzem die schwierige Situation auf dem Wohnungsmarkt angesprochen. Auf 60.000 Studierende, die an Goethe-Uni, Fachhochschule und kleineren Hochschulen eingeschrieben sind, kommen in Frankfurt 3000 Plätze. In kaum einer anderen Universitätsstadt sei diese Quote derart schlecht. Er forderte deshalb, das städtische Budget für studentisches Wohnen zu verdoppeln. Der Etat liege bei einer Million Euro, sagte OB-Sprecher Ralph Klinkenborg. Über die Erhöhung verhandele Feldmann derzeit mit Planungsdezernent Cunitz und Kämmerer Uwe Becker (CDU).

Cunitz ist wenig begeistert

Cunitz zeigte sich von diesem Vorstoß auf Nachfrage der FR wenig begeistert. Zwar sagte auch er kürzlich, Frankfurt müsse genügend Wohnraum für Studierende schaffen. Sein Sprecher Mark Gellert verwies aber darauf, dass der Bau von Studentenwohnheimen grundsätzlich Sache des Landes sei. Die Aufgabe übernimmt in der Regel das überwiegend von Wiesbaden und Beiträgen der Studierenden finanzierte Studentenwerk. Daneben gibt es auch kirchliche Träger von Heimen.

Zugleich betonte Gellert, dass die im Etat festgeschriebene Summe von einer Million Euro ein weitgehend variabler Posten sei. Die Fördertöpfe im Haushalt könnten untereinander ausgeglichen werden. So sei es möglich, in einem Jahr mehr als eine Million für studentisches Wohnen auszugeben und an anderer Stelle zu sparen. Für eine neue Festlegung der Summen gebe es keinen Grund, sagte Gellert.

Als Beleg dafür führte der Sprecher den Bau eines Wohnheimes an der Max-von-Laue-Straße auf dem Campus Riedberg an. Dort schafft das Studentenwerk 95 Plätze. Jedes Zimmer soll 350 Euro Warmmiete kosten. Im April bewilligte Cunitz für das Projekt ein städtisches Darlehen in Höhe von drei Millionen Euro.

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