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Bürger im Nordend wehren sich gegen den Bau eines neuen Wohngebiets.

Wohnen

Demo für die Grüne Lunge im Frankfurter Nordend

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Initiativen rufen zu einer Demonstration gegen den Bau der „Günthersburghöfe“ auf.

Unter dem Motto „Grüne Lunge bleibt! Stadt für alle statt Luxuswohnungen!“ rufen die Initiativen Climate Justice FFM/Rhein-Main, Grüne Lunge, Klimattac/Attac Frankfurt und Extinction Rebellion Frankfurt für Samstag, 9. Februar, zu einer Demonstration gegen den Bau eines neuen Wohngebiets östlich der Friedberger Landstraße im Nordend auf. Sie beginnt um 12 Uhr am Fünffingerplätzchen in Bornheim und führt in die von Kleingärten geprägte „Grüne Lunge“ nördlich des Günthersburgparks. Dort ist gegen 13.30 Uhr eine Abschlussaktion geplant.

In dem Gebiet sollen nach dem Willen des Stadtparlaments etwa 1400 Wohnungen entstehen. Die Stadt arbeitet gerade an einem Bebauungsplan. Als Grundlage dient der Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs. Unter dem Namen „Günthersburghöfe“ sollen sechs Höfe und ein Hochhaus entstehen. Die Bebauung soll dicht sein, damit viel Grün erhalten bleibt.

Die zur Demonstration aufrufenden Gruppen gehen davon aus, dass der Projektentwickler Instone, der sich Flächen im Gebiet gesichert hat, vor allem teure Wohnungen bauen wird. Das aber trage nicht zur Linderung der Wohnungskrise bei, sondern treibe die Mietpreise weiter in die Höhe, heißt es. Um die vorgesehene Anzahl geförderter Wohnungen zu errichten, reiche es dagegen, die schon versiegelten Flächen im Areal zu bebauen. Die Grüne Lunge müsse schon wegen der dort hohen Biodiversität und ihrer Bedeutung für die Frischluftzufuhr erhalten bleiben, fordern die Gruppen zudem – und weisen auf die globale Klimakrise und das Artensterben hin. 

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