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Die hohen Mieten werden für immer mehr Frankfurter zum Problem.

Frankfurt

Antifa stützt Protest gegen hohe Mieten

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An der Demonstration für bezahlbaren Wohnraum am 20. Oktober will sich auch ein antikapitalistischer Block beteiligen, darunter die Autonome Antifa.

An der Demonstration für bezahlbaren Wohnraum am 20. Oktober will sich auch ein antikapitalistischer Block beteiligen. Unter den linksradikalen Gruppen, die zu dem Protestmarsch durch die Frankfurter Innenstadt aufrufen, ist auch die Autonome Antifa. Deren Sprecherin Sahra Brechtel äußert sich vor der Demo gewohnt kompromisslos: „Wir fordern die entschädigungslose Enteignung aller Wohnungsbaugesellschaften und einen sofortigen Stopp von Luxussanierungen.“

Zugleich kritisiert die Antifa Oberbürgermeister Peter Feldmann. Der SPD-Politiker „macht uns seit Jahren leere Versprechungen“, sagt Brechtel: „Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, sollten wir uns nicht auf die offizielle Stadtpolitik verlassen.“ Die Menschen sollten sich „aktiv in Kämpfen gegen hohe Mieten, Luxussanierung und Verdrängung engagieren“.

Das Bündnis Mietenwahnsinn Hessen, das zu der landesweiten Demonstration aufruft, lädt bereits für Mittwoch, 17. Oktober, zu einer Diskussion über „Kämpfe und Strategien für ein Recht auf Stadt“ ein. Sie beginnt um 20 Uhr im Mousonturm, Waldschmidtstraße 4. Der Eintritt ist frei. Dort sprechen unter anderem Gäste der Berliner Initiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“, des Hamburger Planungsbüros Planbude und des Mieterverbands Basel, wo die Mietbelastungsquote gerade per Volksabstimmung stadtweit auf 30 Prozent gedeckelt wurde. 

Zur Großdemo rufen mehr als 40 Verbände, Vereine, Gewerkschaften, Asten, Mietervereine und andere Gruppen aus Hessen auf. Darunter sind etwa der DGB Hessen-Thüringen, die Landesverbände des Deutschen Mieterbunds und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Los geht es am Samstag, 20. Oktober, um 13 Uhr am Hauptbahnhof.

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