1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: CDU lehnt Josefs Pläne für Areale an der A5 ab

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Freie Flächen, so wie hier im Nordwesten von Frankfurt, sind im Ballungsraum begehrt. Monika Müller
Im Nordwesten Frankfurts könnten um die 7000 neue Wohnungen entstehen. Doch es gibt viel Widerstand. Von Naturschützern, aber auch etwas aus der CDU. © Monika Müller

Der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) wirbt für einen Kompromiss im Streit über neue Areale an der A5. Doch die CDU im Römer lehnt auch diese Lösung ab.

Die CDU im Frankfurter Römer will auch eine kleinere Lösung für den so genannten „Stadtteil der Quartiere“ an der A5 im Nordwesten von Frankfurt mit gut 7000 Wohnungen nicht mittragen. Das hat der planungspolitische Sprecher der Fraktion, Albrecht Kochsiek, am Montag im Gespräch mit der FR deutlich gemacht. Er wirbt dagegen dafür, stattdessen rasch die Arrondierung der Stadtteile Praunheim und Niederursel anzugehen, die den Bau von etwa 3500 Wohnungen ermöglichen könne.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hatte im Streit über das Areal angekündigt, den Stadtverordneten nur noch eine Bebauung der Flächen östlich der A5 vorzuschlagen. Er spricht von einem Entgegenkommen an die Region. In den Nachbarstädten und der Regionalversammlung war vor allem eine Bebauung westlich der Autobahn schlecht angekommen.

Frankfurter CDU-Stadtverordneter: „Aus Josefstadt wird Josefstädtchen“

Josefs Vorschlag sei „aus der Not geboren“, sagt Kochsiek. Weil dessen Pläne in der Regionalversammlung nicht ankämen, mache dieser nach und nach einen Rückzug. „Aus der Josefstadt wird ein Josefstädtchen.“ Kochsiek warb erneut dafür, die Pläne zu begraben.

Die CDU hatte die Untersuchung, ob auf der zum größten Teil landwirtschaftlich genutzten Fläche neue Wohngebiete entstehen können, einst selbst mit angestoßen. Doch inzwischen sei klar, dass das Areal nicht für eine Bebauung geeignet sei, sagt Kochsiek – und weist etwa auf Einschränkungen durch nötige Achtungsabstände zu Stromtrassen und zur Autobahn und Wasserschutzgebiete hin. Zudem gebe es in der Region keine Mehrheit für das Projekt.

Auch interessant

Kommentare