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Wofür steht der "Sommer 18"?

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Valentin Fuchs vom Frankfurter AStA berichtet, für was sich Studierende derzeit einsetzen.

Dass Studierende heutzutage unpolitischer sind, glaubt Valentin Fuchs vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) an der Goethe-Universität nicht. Für was - 50 Jahre nach 1968 - der „Sommer 18“ in die Geschichtsbücher eingehen könnte, sei schwer zu sagen, weil es keine einheitliche Studentenbewegung gebe. „Charakteristische Themen unserer Zeit“, meint der Politikstudent, „sind das Erstarken der neuen Rechten, queere und feministische Kämpfe, Wohnraum und die Beschäftigungsverhältnisse an Universitäten.“

Ob eine Studierendenschaft wie der AStA sich politisch äußern darf, ist wegen der Trennung zwischen Hochschul- und Allgemeinpolitik umstritten. Die Uni-Leitung forderte den AStA auch schon auf, sich zu Themen nicht zu äußern. Politisch motivierte Studierende versucht der AStA dennoch zusammenzubringen: Beim „Marktplatz der kritischen Initiativen“ können Studierende sich austauschen und vernetzen.

Antifaschistische Initiativen würden zum Beispiel versuchen, durch Blockaden oder kreative Protestformen rechte Akteure daran zu hindern, ihre menschenfeindlichen Ideen zu verbreiten. „Das überschneidet sich derzeit immer mehr mit queerfeministischen Auseinandersetzungen“ meint der 24-Jährige.

Die 1968er, habe er erzählt bekommen, seien nicht alle politisch gewesen, hätten aber ihre Sprechmöglichkeiten genutzt. Das stimmt ihn für seine Generation optimistisch: „Um etwas zu bewegen, braucht es nicht zwingend eine Mehrheit. Eine motivierte, organisierte Minderheit kann genügen.“

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