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Johny Beruk ( links) und Payam Mahouruand vor ihrem Tresor voller Wodka.
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Johny Beruk ( links) und Payam Mahouruand vor ihrem Tresor voller Wodka.

Frankfurt-Ostend

Wodka aus dem Tresor

  • Judith Köneke
    VonJudith Köneke
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Der legendäre Bankräuber Jesse James ist Namenspatron einer neuen Bar unweit der EZB-Türme.

Ein Bankräuber in der Nähe einer Bank, das passt. Ende Januar haben Johny Beruk und sein Partner Payam Mahourvand ihr Bar-Restaurant-Konzept unweit der Europäischen Zentralbank eröffnet. Der Name der Gastronomie: Jesse James. Aus den großen Fenstern fällt der Blick direkt auf die gläsernen Türme der EZB. Einige Gäste trinken Espresso, andere sind beim Feierabenddrink.

Johny Beruk sitzt an einem der dunklen Tische in dem großen Raum der neuen Location an der Hanauer Landstraße 83. „Die Resonanz ist enorm“, freut er sich. Viele Neugierige fänden den Weg in die Bar. Das Publikum sei gemischt. Das Jesse James richte sich an Alteingesessene, neue Bewohner des Ostends und Besucher des Viertels. EZB-Bänker habe er noch nicht so entdeckt. Willkommen seien aber alle.

Beruk wohnt selbst seit sieben Jahren im Stadtteil. Dass sich das Viertel verändert, findet er positiv. Neue schicke Bars ziehen trotz des Wandels nur langsam in die Straßen rund um die EZB. Außer dem Oosten am Main und einigen Lokalen an der Hanauer Landstraße. Noch ist die Ecke wenig ansehnlich. Gegenüber der Tramhaltestelle Ostbahnhof/Sonnemannstraße, neben dem Matratzen Concorde versteckt sich die neue Bar. Nebenan entstehen auf der ehemaligen Feuerwache Wohnungen, ein Hotel und Einzelhandel. Im Innern der Bar ist das Licht schummrig, dunkle Möbel stehen vor grauen Betonwänden. Hinter dem langen goldenen Tresen mixen Barkeeper Drinks oder bereiten Cappuccino zu. Aus den Lautsprechern schallt Musik.

Keine Neulinge in der Gastroszene

Blickfang sind zwei beleuchtete Tresore. Die grauen Geldschränke sind übrig geblieben von einer Filiale der Dresdner Bank, die zuvor die Räume nutzte, sagt Beruk. Sie lieferten auch die Inspiration für den Namen. Statt Goldbarren werden hier nun wertvolle Tropfen aufbewahrt. Hochwertige Wodka und Cognacs schimmern im Licht.

Ab 22 Uhr wird der Laden dunkler und die Musik lauter. Freitag und Samstag sei es besonders voll, sagt Beruk. Dann legen DJs auf und Künstler treten auf. Auf der umfangreichen Getränkekarte finden die Gäste Cocktails von 8,50 bis 12 Euro.

Das Jesse James bietet auch einen Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen an. Die Karte wechselt wöchentlich. Darauf stehen Salate, als Vorspeise Humus, neben veganen und vegetarischen Gerichten werden Burger, Fisch oder Schnitzel als Hauptspeise angeboten. Ein Minutensteak mit Bratkartoffeln und Beilagensalat gebe es schon für 10,80 Euro, sagt Beruk.

Beruk und Mahourvand sind keine Neulinge in der Gastroszene. Doch das Jesse James ist ihr erstes eigenes Lokal. Mahourvand war im Kingka Beach Club und der Hemingway Lounge. Beruk arbeitete im Cocoon, Walden, aber auch in einem Varieté in Mannheim, von dem er Ideen mitbringt. Zum Beispiel könnten im Jesse James auch Zauberer auftreten.

Viel Arbeit und Zeit haben die zwei in die Renovierung ihres Lokals gesteckt. Gut ein Dreivierteljahr hat es gedauert, doppelt so lange wie geplant. Beruk hatte die Location entdeckt, schließlich wohnt er auf der Rückseite des Gebäudes. Doch der Vermieter wollte zunächst keine Gastronomie in den Räumen. Schließlich überzeugten sie ihn mit ihrem Konzept.

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