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Seit Dezember leuchtet das Gebäude 9 der Frankfurt University of Applied Science an der Kreuzung Nibelungenallee/Friedberger Landstraße in der Dämmerung.
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Seit Dezember leuchtet das Gebäude 9 der Frankfurt University of Applied Science an der Kreuzung Nibelungenallee/Friedberger Landstraße in der Dämmerung.

Hochschule Frankfurt

Wissenschaft in Frankfurt sichtbar machen

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Die Frankfurt University of Applied Sciences feiert ihr 50. Gründungsjahr. Geplant sind ein Kongress, 50 Wissen-to-go-Spots, Feste und Fassadenkunst.

Das Jubiläum wird nicht unbemerkt bleiben. Die Frankfurt University of Applied Sciences, also Hochschule der angewandten Wissenschaften, begeht ihr 50. Gründungsjahr. Und so wie die Bildungseinrichtung betont, kein Elfenbeinturm zu sein, in dem abgehobene Wissenschaft thront, soll auch die Feier werden: vielfältig, offen für alle in der Stadt, sichtbar. Angewandt eben.

Die Verbindung von Theorie und Praxis zieht an: In den vergangenen zehn Jahren hat die Hochschule 63 Prozent mehr Studierende dazugewonnen. 16 000 sind es jetzt. Die Frankfurt University ist auch sonst am Puls der Zeit. Sie ist etwa eine von sieben Hochschulen bundesweit, die neuerdings eine Professur für Radverkehrsplanung haben.

Seit heute wehen vor dem Campus an der Nibelungenallee die Flaggen zum Jubiläum. Auch das Gerüst an Gebäude acht steht. Nächste Woche beginnt Street-Art-Künstler Philipp Schäfer, bekannt für fantasievolle Gullydeckel, die Fassade umzugestalten. Der Bau ist mehr als 100 Jahre alt, beherbergte einmal einen Vorgänger der Fachhochschule, die königliche Maschinenbauschule. Inzwischen habe er aber „Patina angesetzt“, sagt Hochschulpräsident Frank E. P. Dievernich. Die neue Fassade soll Kernbotschaften der University of Applied Sciences betonen: Chancen durch Bildung, Vielfalt stärken, Wissen durch Praxis.

Der Entwurf zeigt unter anderem einen Menschen, der auf einer Treppe aus Büchern emporsteigt. Er könnte auch den Frankfurter Planungsdezernenten Mike Josef (SPD) abbilden, der bei der Onlinepressekonferenz zum Festjahr am Mittwoch spricht. Er selbst habe sich an der Hochschule weitergebildet, sagt Josef. Nach dem Fachabitur studierte er dort ein Jahr lang soziale Arbeit, nach dem Vordiplom wechselte er an die Goethe-Universität. Für diese Möglichkeit, sich für ein Unistudium zu qualifizieren, sei er dankbar.

Zukunftskongress

Highlight des Jubiläumsjahres der Frankfurt University of Applied Sciences ist der erste „Frankfurter Zukunftskongress“, der am 23. und 24. Februar 2021 in digitaler Form stattfindet. Motto „Frische Ideen angewandt“ aus.

Der Kongress verbindet Zukunftsthemen: Planet Erde, Digitalisierung und Zukunft der Arbeit – zudem das Thema Demokratie als umfassende Klammer. Gäste sind unter anderem der Philosoph und Publizist Richard David Precht sowie die Neurowissenschaftlerin Franca Parianen.
Anmeldungen unter https://www.frankfurter-zukunftskongress.de/anmeldung; die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro.

Die Hochschule: Rund 16 000 Menschen studieren auf dem Campus am Nibelungenplatz in der Frankfurter Innenstadt. 262 Professorinnen und Professoren, 595 Lehrbeauftragte und 673 Mitarbeitende lehren, forschen und arbeiten für die Hochschule. Vier Großfachbereiche bieten rund 70 Studiengänge mit technischer, wirtschaftlich-rechtlicher und sozialer Ausrichtung an. sky

Im April, wenn die coronabedingten Einschränkungen womöglich abflauen, soll das Projekt „Wissen to go“ beginnen. 50 Stelen auf öffentlichen Plätzen in der Stadt sollen Bürgerinnen und Bürger häppchenweise über aktuelle Forschung informieren. Etwa zwei Meter sind sie groß, tragen das Logo der University und einen QR-Code. Über den erhalten Passanten per Smartphone drei- bis fünfminütige Kurzreferate.

Zum Beispiel fasst Wirtschaftsprofessorin Yvonne Ziegler die logistischen Herausforderungen bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe zusammen. Etwa, wie sich eine Kühlkette von minus 70 Grad bewerkstelligen lässt und wie das bei den derzeitigen Reisebeschränkungen zu überwachen ist.

Stichwort: Logistik und Verkehr. Im Sommer setzen RMV und VGF der Hochschule eine Jubiläums-Tram auf die Schienen. Die soll an der Hochschule vorbeirollen, aber auch in anderen Teilen der Stadt die Bedeutung der Einrichtung sichtbar machen.

Dafür präsentiert sich der Campus auch beim Museumsuferfest vom 27. bis 28. August – als Ehrengast. Sofern das Fest stattfinden kann. „Wir sind glücklich, ein Teil dieser Stadt zu sein, und fühlen uns sehr wertgeschätzt“, sagt Dievernich dazu. Die Hochschule bespielt am nördlichen Mainufer den Abschnitt zwischen Untermainbrücke und Holbeinsteg. Es soll ein Bühnenprogramm geben, kommunikative Veranstaltungen, Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Für den 3. September plant die Frankfurt University of Applied Sciences schließlich noch ein Fest der Kulturen. „Wir zeigen, wie international die Hochschule aufgestellt ist“, sagt Dievernich. Inhaltlich soll es um Kultur und Differenz gehen. Das Fest soll aber auch ein Dank an die Stadt sein, an die Gesellschaft, an die Studierenden. Wie ernst es Dievernich damit ist, den Menschen symbolisch die Hand zu reichen, zeigt sich am Datum. „Wegen der Pandemie schieben wir das so weit wie möglich nach hinten.“

Nach Corona soll der Campus wieder zum kommunikativen Ort werden.

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