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Wisag friert Geschäfte mit Russland ein

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Von: Timur Tinç

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Frankfurter Unternehmen will sichtbaren Beitrag leisten

Das Frankfurter Dienstleistungsunternehmen Wisag setzt ein Zeichen gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Am Sonntag erklärte die Wisag, konzernweit alle Geschäfte mit russischen Kunden bis auf weiteres einzufrieren. Das betreffe Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe. Unter anderem erbrachte die Wisag Dienstleistungen für die russische Fluggesellschaft Aeroflot am Frankfurter Flughafen.

„Wir müssen jetzt alle ein Zeichen setzen“, sagte Michael Wisser, Vorstand der Wisag-Unternehmensgruppe. Wenn der russische Präsident Wladimir Putin als Rechtfertigung für seine Aggression die Geschichte Europas bemühe, dann sollte man sich erinnern, dass es nicht das erste Mal sei, dass Russland seine westlichen Nachbarn angreife. „Wir erinnern uns an Budapest 1956 und danach immer wieder“, sagte Wisser. Der Westen habe den Betroffenen nicht geholfen, „obwohl wir sehnlichst darum gebeten wurden. Das dürfen wir nicht wieder zulassen“. Jede und jeder Einzelne sei nun gefordert, einen „sichtbaren Beitrag“ zu leisten.

Die Wisag will demnächst in Frankfurt ein Hotel für Geflüchtete anmieten. Außerdem seien weitere Hilfen für betroffene Kinder und Familien aus der Ukraine in Vorbereitung. tim

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