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Vor allem in der Innenstadt gibt es zahlreiche Straßenmusiker.
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Vor allem in der Innenstadt gibt es zahlreiche Straßenmusiker.

Einzelhandel

Frank will attraktive Einkaufsstraße

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der Wirtschaftsdezernenent in Frankfurt, Markus Frank, bedauert eine fehlende Handhabe gegen Straßenmusik und Bettelei. Auch brauche es mehr Gewerbegebiete in der Stadt.

Um den Frankfurter Einzelhandel zu stärken, fordert Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), Einkaufsstraßen „stärker zu inszenieren und architektonisch aufzuwerten“. In seiner Bilanz zum vergangenen Jahr sprach Frank auch „Missstände“ an. Zur „Wohlfühlatmosphäre“, die der Dezernent schaffen will, trügen „Straßenmusik und lagernde Bettler eben nicht bei“. Der CDU-Politiker bedauerte, dass die Gefahrenabwehrverordnung für Frankfurt nicht die nötigen Eingriffsmöglichkeiten biete.

Im Mittelpunkt von Franks Bilanz stehen – wenig verwunderlich – die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für Gastronomie, Hotels und Handel. „Mit großer Sorge haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass große Kaufhäuser wie Esprit oder Zara ihre Geschäfte aufgeben“, sagte der Dezernent.

Aber auch Clubs, Konzertveranstalter, Eventagenturen und das Messegeschäft seien stark betroffen. „Ohne die großzügigen Hilfsprogramme von Bund und Land würden wir heute im Jahresrückblick eine Serie von Insolvenzen bilanzieren müssen“, sagte Frank. Zugleich lobte der Wirtschaftsdezernent die Betriebe, die viele kreative Ideen gehabt hätten, um die Einnahmeverluste zumindest zum Teil auszugleichen.

Die Pandemie habe die Digitalisierung enorm vorangetrieben, was sich auch in Frankfurt bemerkbar mache – etwa in den Rechenzentren. Diese verbrauchten „aufgrund ihres Expansionsdrucks enorme Flächen“, so Frank. Deshalb steuere die Stadt die Ansiedlung dieser Zentren nun planungsrechtlich. Ein gutes Beispiel, wie sich Rechenzentren dort ansiedeln ließen, „wo es planungsrechtlich und wirtschaftspolitisch vertretbar ist“, sei der Bebauungsplan für das ehemalige Neckermann-Gelände an der Hanauer Landstraße.

Frank erneuerte seine Forderung nach weiteren Gewerbegebieten in Frankfurt. Konkret ging er auf die geplante Ansiedlung von Gewerbe in Nieder-Eschbach ein. Dafür müssten Grünflächen geopfert werden, was im Stadtteil aus massiven Widerstand stößt. Deshalb stehe „ein zustimmendes Votum in der Stadtverordnetenversammlung noch aus“, bedauerte der CDU-Politiker. Die Bedeutung der Industrie will die Stadt in den kommenden Wochen in einer Imagekampagne hervorheben. Ziel sei es, jungen Leuten Lust auf handwerkliche oder industrielle Ausbildung zu machen.

Geplant ist in Frankfurt ein Handwerkerhof, in dem sich Betriebe ansiedeln können. Eine Analyse habe den Bedarf für eine solche Einrichtung bestätigt, sagte Frank, der die Umsetzung in diesem Jahr angehen will.

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