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In allen Branchen in Frankfurt trüben sich die Erwartungen ein. (Symbolbild)

Wirtschaft

Unternehmen in Frankfurt weniger optimistisch

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Noch ist die Wirtschaft im IHK-Bezirk Frankfurt mit der Geschäftslage zufrieden. Doch mehr Unternehmen befürchten eine sinkende Nachfrage.

Die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt sehen deutlich weniger optimistisch als vor einem Jahr in die Zukunft. Noch schätzt die Hälfte die aktuelle Lage als gut ein, nennen nur acht Prozent ihre Situation schlecht. Die Zahl der Unternehmen, die eine Verbesserung der Geschäftslage erwarten, ist aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 29 auf 21 Prozent gesunken. 14 Prozent rechnen inzwischen mit einer schlechter werdenden Lage. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage der Kammer hervor, für die rund 3000 Unternehmen in Frankfurt, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis befragt wurden.

In allen Branchen trüben sich die Erwartungen ein. Im Einzelhandel, im Großhandel und der Verkehrswirtschaft rechnen inzwischen mehr Unternehmen mit einer künftig schlechteren Geschäftslage als mit einer besseren Lage. Die Investitionsbereitschaft der befragten Unternehmen und die Bereitschaft, den Personalbestand aufzustocken, sinken. Immer noch sagen aber fast doppelt so viele Unternehmen, dass sie die Zahl der Beschäftigten ausbauen wollen als dass sie Personal abbauen wollen.

Nach wie vor sehen die Unternehmen im IHK-Bezirk den Fachkräftemangel als das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. Deutlich gestiegen aber ist die Furcht vor einer sinkenden Inlandsnachfrage, die inzwischen als zweitgrößtes Risiko gilt. Fast jedes fünfte Unternehmen rechnet zudem mittlerweile mit sinkenden Exporten.

„Sorge bereiten insbesondere die internationalen Handelsstreitigkeiten, eine mögliche Abkühlung der Weltkonjunktur, der drohende ungeordnete Brexit und die hohe Schuldenquote Italiens“, sagt IHK-Präsident Mathias Müller. Noch aber, so betont er, sei die Stimmung gut und die Konjunktur auf hohem Niveau. Deutliche Auswirkungen der Unsicherheiten auf die Lage der regionalen Wirtschaft als Ganzes seien nach wie vor nicht zu erkennen, sagt Müller.

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