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Wirtschaft und CDU danken der Polizei

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Von: Dennis Pfeiffer-Goldmann

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Die Linke kritisieren die Rodung im Fechenheimer Wald und erklären sich solidarisch mit friedlichen Protestierenden.

Die Industrie- und Handelskammer hat nach der Räumung und dem Beginn der Rodung des Fechenheimer Walds den Baubeginn der A66 begrüßt: Die Straßennetze in der Region und Frankfurt seien „notorisch überlastet“, kritisiert IHK-Präsident Ulrich Caspar. „Dies ist im Hinblick auf Nachhaltigkeitsziele kontraproduktiv, denn Stop-and-go-Verkehre sorgen für unnötige Emissionen, was auch nicht im Sinne der Wirtschaft ist.“

Für ihre Beharrlichkeit, den Riederwaldtunnel umzusetzen, lobt der IHK-Präsident die Politik. Das „zeigt die politische Handlungsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts“. Das sieht man bei der Linken anders: „Weitere Autobahnen zu bauen, anstatt endlich die Verkehrswende anzugehen, ist absolut nicht mehr zeitgemäß“, sagte die Frankfurter Parteivorsitzende Martina van Holst. Die Linke sei „solidarisch mit den friedlich Protestierenden in Frankfurt sowie in Lützerath und allen Orten, an denen Natur für Autos oder Kohle zerstört wird“, sagt die linke OB-Kandidatin Daniela Mehler-Würzbach.

„Weitere Autobahnen zu bauen, anstatt endlich die dringend notwendige Verkehrswende anzugehen und alternative Formen der Mobilität auszubauen, ist absolut nicht mehr zeitgemäß“, findet auch Martina van Holst.

Das sorgt für scharfe Kritik der CDU: „Immer mehr Menschen glauben, sie können die Gesellschaft an Parlamenten und Gerichten vorbei aufgrund ihrer persönlichen Überzeugung zu etwas nötigen“, kritisiert Römer-Fraktionschef Nils Kößler. „Entwicklungen wie im Dannenröder Forst, in Lützerath und im Fechenheimer Wald verschieben die Koordinaten unserer Demokratie.“ Wenn im demokratisch-rechtsstaatlichen Verfahren entschieden sei wie beim Riederwaldtunnel, dann respektierten Demokraten dies auch. Geschehe dies nicht wie im Fechenheimer Wald, verursachten die Demonstrierenden durch Polizeieinsätze Kosten in Millionenhöhe für die Allgemeinheit sowie Behinderungen etwa durch gesperrte Autobahnen. „Dem Glücksgefühl der Demonstranten als persönliches Erlebnis stehen unglaubliche Lasten für die Allgemeinheit gegenüber“, sagt Kößler. Der Polizei dankt er für ihr „umsichtiges und sensibles Vorgehen“. dpg

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