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Der Fechenheimer Cassellapark im Kernareal des „Nachhaltigen Gewerbegebiets“.
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Der Fechenheimer Cassellapark im Kernareal des „Nachhaltigen Gewerbegebiets“.

Klimaschutz im Gewerbe

Wirtschaft mit Weitblick in Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Das „Nachhaltige Gewerbegebiet“ gilt als bundesweit einzigartig und soll Vorbild für weitere Areale werden. Ideen für Standorte sollen nach der Kommunalwahl bekannt werden.

Mit einem Sommerfest 2010 in der Fechenheimer Klassikstadt fing alles an, erinnert sich Oliver Schwebel, Chef der Wirtschaftsförderung Frankfurt. „Fünf Jahre später gab es das ,Nachhaltige Gewerbegebiet‘.“ Weitere sechs Jahre später will die Stadt durchstarten für die Nachhaltigkeit beim Gewerbe.

Gerade erst hat die Politik ein Klimaschutzkonzept für das Projektgebiet in Seckbach und Fechenheim beschlossen. Bundesweit einzigartig, eine Blaupause für andere große Gewerbeareale, darin sind sich Schwebel und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) einig. „Wir haben gemerkt, wir müssen uns kümmern, Unternehmen vernetzen“, sagt Frank. Das sei im Osten der Stadt gelungen: „Es ist ein Gemeinschaftsfeeling entstanden.“

Standortmanager Tobias Löser kümmert sich und meldet Erfolge: Der Karosseriebauer Friederichs hat fast 1500 Quadratmeter Sonnenkollektoren auf sein Dach gebaut. Der Biomasse-Aufbereiter Haug investiert 2,5 Millionen Euro in einen Neubau und plant ein Kompostkraftwerk. Der Getränkegroßhändler Rach, seit 1962 vor Ort, hat eine energetische Sanierung für 250 000 Euro vor.

Junge Kreative siedeln sich an, berichtet Löser. Die Tatcraft-Designer an der Gwinnerstraße, Bio-Brotbierbrauer Knärzje ebendort, das faire Lebensmittelnetzwerk Marktschwärmer im Cassellapark. „Tolle Storys“ schildert Schwebel: Das Biolandgut La Vialla aus Italien hat seinen einzigen deutschen Shop in Fechenheim. Und der Eventveranstalter Big City Beats managte aus dem Cassellapark den ersten Auftritt eines DJs auf der Raumstation ISS.

Hier unten auf der Erde ist noch viel zu tun. Auch wenn die beteiligten Firmen viel in Nachhaltigkeit investieren: Es sind bisher nur gut 50 von geschätzten 300 bis 400 im Projektgebiet. Die genaue Zahl kennt niemand – auch so ein Problem. Und dann die Bahnschranke Orber Straße: 75-mal am Tag zu, 25 Minuten pro Stunde, ein Riesenproblem für Zulieferer. Aber Verbesserungen im Straßenbau, Markus Frank winkt ab, „das dauert Jahre“.

Immerhin: Der Standortmanager ist dran an der Weiterentwicklung und wirbt unermüdlich. „Fredi Bobic geht – Tobias Löser verlängert“, zieht Schwebel Parallelen zur Eintracht. Auf weitere Gewerbegebiete in Frankfurt, die mal nachhaltig werden sollen, hat die Stadt schon ein Auge geworfen. Frank will die Kandidaten dem Stadtparlament präsentieren – nach der Wahl.

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