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Wirtschaft in Frankfurt wiederetwas zuversichtlicher

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Die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt blicken optimistischer als zuletzt in die Zukunft. Sorgen macht ihnen aber der Export.

Erstmals seit zwei Jahren hat sich die Stimmung unter den Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt verbessert. Diese schätzen nach der jüngsten Konjunkturumfrage, für die dreimal im Jahr rund 3000 Unternehmen in Frankfurt, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis befragt werden, nicht nur ihre aktuelle Geschäftslage besser ein, sondern blicken auch optimistischer in die Zukunft. Die IHK sieht die „konjunkturelle Talfahrt“ der vergangenen Monate gebremst.

Noch im Herbst rechneten mehr Unternehmen mit einer Verschlechterung als mit einer Verbesserung. Das hat sich nun umgekehrt. Auch die Absicht, zu investieren und neue Leute einzustellen, steigt leicht. Die Exporterwartungen der Unternehmen sinken dagegen weiter. Vor einem Jahr rechneten noch mehr Unternehmen mit steigenden als mit sinkenden Zahlen. Nun geben nur noch 21 Prozent an, dass sie von einer Verbesserung des Exportgeschäfts ausgingen. 24 Prozent rechnen dagegen mit einem schwächeren Export.

Probleme bei Industrie

Über sinkende Aufträge aus dem Ausland, aber auch dem Inland, klagt etwa die Industrie. Dort rechnen deutlich mehr Unternehmen mit sinkenden als mit wachsen Geschäften. Auch im Einzelhandel, Großhandel, der Verkehrswirtschaft und dem Hotel- und Gaststättengewerbe blicken mehr Unternehmen negativ als positiv in die Zukunft.

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen im IHK-Bezirk sieht im Fachkräftemangel ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Gut jedes fünfte Unternehmen gibt an, im Ausland zu investieren, weil dort Fachkräfte besser verfügbar seien. Fast genauso viele wollen das Fachkräfteeinwanderungsgesetz für sich nutzen. Sie hoffen der Befragung nach insbesondere auf Bewerber aus Ländern in Ost- und Südeuropa, die nicht in der Europäischen Union sind, aus Russland und der Türkei.

Weniger Unternehmen als zuletzt sehen dagegen in einer Verschlechterung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen oder der Inlandsnachfrage das größte Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Etwas mehr genannt als zuletzt werden die Arbeitskosten.

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