Angst vor Abschwung

Wirtschaft in Frankfurt so skeptisch wie zuletzt 2009

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Die Unternehmen im IHK-Bezirk fürchten, dass die Inlandsnachfrage sinkt. Ihre Erwartungen sind so schlecht wie zuletzt bei der Finanzkrise.

Die Stimmung unter den Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK) hat sich stark eingetrübt. Zum ersten Mal seit der Finanzkrise im Jahr 2009 rechnen mehr mit einer ungünstigen als mit einer guten Entwicklung ihrer Geschäftslage. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage der Kammer unter 3000 Unternehmen in Frankfurt, im Hochtaunus- und im Main-Taunus-Kreis hervor. Der IHK-Geschäftsklimaindex sank zum fünften Mal in Folge. Auch die Investitionsbereitschaft und die Bereitschaft, neue Beschäftigte einzustellen, gingen zurück.

Zuletzt galt den Unternehmen stets der Fachkräftemangel als das größte Risiko für ihre Geschäftstätigkeit. Nun fürchten diese vor allem eine abnehmende Inlandsnachfrage. Denn noch stützt in erster Linie die bisher intakte Binnenkonjunktur die Wirtschaft. An zweiter Stelle sehen die Unternehmen die Gefahr schlechter werdender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Die internationalen Handelskonflikte und die Hängepartie beim Brexit führen nach Beobachtung der IHK zu Unsicherheit. Schon jetzt macht der schwächelnde Welthandel besonders der exportorientierten Industrie zu schaffen.

Von einer Krise will IHK-Präsident Ulrich Caspar noch nicht sprechen. Die Alarmzeichen seien jedoch deutlich. Er wirbt daher dafür, die Unternehmen in der Region zu stärken, etwa durch Bürokratieabbau und Steuersenkungen. 

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