U4 wird verlängert

CDU wirbt für U-Bahn-Halt auf dem Uni-Campus

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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In der Debatte über die Trasse für die U4-Verlängerung von der Bockenheimer Warte nach Ginnheim macht sich die CDU für einen Halt auf dem Campus Westend stark. Die Grünen warnen vor Schaden für den Grüneburgpark.

Die CDU im Römer geht in der Debatte über den Lückenschluss zwischen den U-Bahn-Stationen Bockenheimer Warte und Ginnheim davon aus, dass eine Trassenführung, die den Uni-Campus Westend anbindet, den größten verkehrlichen Nutzen hätte. Schon heute reichten die Kapazitäten der U-Bahn-Station Holzhausenstraße, die einige Hundert Meter vom Campus entfernt ist, nicht aus. Dort seien die Fahrbahnsteige zu schmal für das hohe Fahrgastaufkommen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Martin Daum, am Freitag. Die schlechte Anbindung koste viele Studierende Tag für Tag viel Zeit.

Die Stadt hat drei Varianten für den Lückenschluss geprüft: eine direkte Anbindung am Europaturm vorbei, eine Strecke über Campus West und Bundesbank und eine Trasse über Campus und Europaturm. Für diese Varianten gibt es jeweils noch verschiedene Möglichkeiten. Näher befasst hat sich das Verkehrsdezernat mit zehn Optionen. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) legte sich bei deren Vorstellung nicht auf eine Variante fest, deutete aber an, dass eine Trassenführung ohne Schlenker über den Campus zumindest fragwürdig wäre.

Die Grünen im Römer kritisierten am Freitag, dass die Auswirkungen einer Anbindung des Uni-Campus auf den Grüneburgpark und den Botanischen Garten überhaupt nicht untersucht worden seien. Das sei unbegreiflich, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Wolfgang Siefert. Für die Grünen komme eine Variante unter Park und Garten nur infrage, wenn kein Eingriff in den Park erfolge, dort keine Bauarbeiten stattfänden, weder Baumbestand noch Grundwasser beeinträchtigt würden und die Vegetation im Park nicht gefährdet sei.

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